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Besteuerung von Edelmetallen?

Was der Fiskus für sich behalten möchte.

 

In Deutschland, sowie in den Ländern Frankreich, Belgien, Schweiz, Italien, Großbritannien, Irland, Spanien und Kanada, fallen beim Goldkauf keine Steuern an.
Einzig der Kauf von Altgold sowie Goldmünzen, die steuerrechtlich nicht als Anlagegold definiert sind, unterliegen der Mehrwertsteuer. Beim Kauf von Edelmetallen von einer Privatperson fallen grundsätzlich keine Steuern an.

Steuern auf EdelmetalleDies gilt jedoch nicht für Silber. Hier verlangt der Fiskus ganze 19 Prozent Steuern, sofern sie nicht auf gängige Silberanlagemünzen zurückgreifen. Händler können bei diesen nämlich die sogenannte Differenzbesteuerung anwenden. Hierbei handelt es sich um eine Besonderheit im deutschen Steuerrecht. Silbermünzen, die von außerhalb der EU importiert werden (z.B. der kanadische Maple Leaf, der American Eagle, der australische Koala, etc.) oder von Privatpersonen angekauft werden, profitieren von dieser Regelung.
Der importierende Händler zahlt die Einfuhrumsatzsteuer von 7 Prozent und kann dann die sogenannte Differenzbesteuerung anwenden. Bei der Differenzbesteuerung wird nicht wie üblich der gesamte Netto-Verkaufspreis besteuert, sondern nur die Differenz zwischen An- und Verkauf, also die Händlermarge mit dem vollen Steuersatz von 19% belegt. Daher stammt auch der Name dieser Besteuerungsart.

Möchte man Edelmetalle verkaufen, gibt es noch weiteres zu beachten. In Frankreich beispielsweise fallen für den Goldverkauf 11,5 Prozent Steuern zzgl. einer Kapitalertragssteuer an. Auch in Italien oder Großbritannien fallen unter bestimmten Bedingungen beim Goldverkauf Steuern an.

In Deutschland ist man von der Steuer befreit, allerdings nur, wenn das Gold länger als 12 Monate gehalten wird. Möchte man seine Schätze vorher veräußern, gilt für alle physischen Edelmetalle die Regelung, dass die Gewinne aus dem Verkauf von Münzen und Barren zum persönlichen Steuersatz versteuert werden müssen. Hierbei gibt es aber eine Freigrenze bis 600.- Euro. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob an einen Edelmetallhändler verkauft wird oder an eine Privatperson.

Bei den weiteren Edelmetallen wie Platin, Rhodium oder Palladium verhält es sich recht ähnlich. Denn nur bei Platinmünzen gibt es gelegentlich Angebote mit der Differenzbesteuerung. Ansonsten gilt bei Münzen wie bei allen Barren der übliche Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent.
Für den Verkauf gilt, sofern die Haltefrist mindestens ein Jahr beträgt, dass dieser steuerfrei getätigt werden kann.

 

 

 

29.03.2022 - Tobias Dalacker - info@muenzkauf.de

 

 

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  • Franz - 30.03.2022 08:39:14 Uhr


 

 

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