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Entwicklung des Silberbedarfs

Wissenwertes zum weltweiten Silberbedarf inklusive Prognose für 2021

 

Nach der Edelmetallrallye 2020, in der sowohl der Gold- als auch der Silberpreis stark angestiegen sind, lohnt sich ein kurzer Ausblick auf die Entwicklung 2021. Nachdem Gold im Sommer 2020 ein neues Allzeithoch erreicht hat, hat sich auch der Silberpreis in Richtung seiner Spitzenwerte aus dem Jahr 2011 entwickelt (den absoluten Spitzenwert von 49,45 USD im Januar 1980 ausgenommen).
Er benötigte lediglich ein paar Tage länger. Seit dem sind zwar beide Edelmetalle preislich wieder deutlich abgesunken, allerdings zeigt sich gerade zu Beginn des neuen Jahres, dass der Silberpreis inzwischen wieder wesentlich näher an den 2020er Spitzenwerten dran ist als der Goldpreis.

Dies liegt mitunter auch am weltweiten Silberbedarf. Dieser teilt sich hauptsächlich in den Industrie, Schmuck- und Anlagebedarf auf, wobei der Industriebedarf ca. 50% ausmacht. Im Jahr 2020 z.B. 466,5 Moz (Millionen Unzen) laut "The Silver Institute" (gemeinnütziger Zusammenschluss der wichtigsten Silberminengesellschaften und -händler). Dies stellt, vor allem aufgrund wirtschaftlicher Einschränkungen in der Corona Pandemie, den niedrigsten Wert der letzten fünf Jahre dar. Der Spitzenwert wurde 2017 mit 517,2 Moz erreicht.
Die wichtigsten Abnehmer im Industriebereich sind die Elektronik, hauptsächlich Chips für Computer, Mobiltelefone sowie sonstige elektronischen Geräte, somit auch für die Automobilbranche, und die Photovoltaik.

Der Schmuckbereich benötigt für gewöhnlich ca. 25 % des Silberbedarfs, hauptsächlich in Indien, hatte aber wiederum aufgrund der teilweise starken Einschränkungen in der Pandemie 2020 nur einen Anteil von ca. 20 % in diesem Jahr. Dies entsprach 194,4 Moz. Der Spitzenwert lag 2018 bei 269,4 Moz.

Dafür hat der Anlagebereich 2020 deutlich zugelegt. Normalerweise liegt dessen Bedarf in den letzten drei Jahren bei ca. 20 %, stieg aber 2020 auf ca. 25 % an. Dies entsprach 241,8 Moz. Dies ist aber noch weit entfernt vom Spitzenwert 2015 mit 312,6 Moz. Damals war der Silberpreis auf einem sehr niedrigen Niveau und ein Wertzuwachs über die kommenden Jahre leicht voraus zu sehen.

Die restlichen wenigen Prozentpunkte entfallen auf andere Bereiche wie beispielweise die Fotografie, welche in 2020 immerhin noch ca. 3 % des Silberbedarfs benötigte. Deren Bedarf wird allerdings immer weniger, nicht zuletzt aufgrund der weit verbreiteten Digitalfotografie. 2010 lag der Anteil der Fotografie am Silberbedarf mit 69,5 Moz noch bei über 7 %.

Das "The Silver Institute" prognostiziert für 2021 einen steigenden Bedarf über alle Bereiche hinweg auf einen Gesamtbedarf von ca. 1.025 Moz. 2020 lag der Gesamtbedarf bei 930,9 Moz. Der Bedarfsspitzenwert wurde 2013 mit 1.071,3 Moz festgehalten und hatte sich die letzten fünf Jahre immer zwischen 950 Moz und 1.000 Moz bewegt.

 

 

14.02.2021 - Tobias Dalacker - info@muenzkauf.de

 

 

 

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