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Währungsstandards

Eine kurze Erläuterung des Mono-, Bi- und Trimetallismus.

 

Bimetallismus

Der vor allem im 19. Jahrhundert verbreitete Bimetallismus, auch Doppelwährung genannt, ist ein Währungssystem, welches auf der Verwendung von zwei Metallen basiert. In den meisten Fällen handelt es sich bei diesen beiden Metallen um die Edelmetalle Gold und Silber. Die Wertrelation der beiden Edelmetalle ist gesetzlich festgelegt. Die gesamte Währung eines Landes wird in Bezug zu einer festen Menge an Gold und Silber festgelegt. Beim typischen bimetallischen Standard wurden Gold- und Silbermünzen entsprechend auf Anweisung von der Münzprägeanstalt hergestellt und erhielten dann einen Tauschwert, der ihren inneren Wert widerspiegelte. Dadurch wurden auch gleichzeitig die Wechselkurse der beiden Edelmetalle bestimmt, was im absoluten Kontrast zum heutigen System steht.

Wiener Philharmoniker GoldIn einer Welt, in der die Hauptbestandteile der Geldmenge vollwertige Münzen waren (d.h. die Münzen zirkulierten ungefähr zu ihrem inneren Wert und es gab keine Banknoten), hatten bimetallische Standards den Vorzug, dass sie es den Währungen ermöglichten, Münzen für Transaktionen mit hohem und niedrigem Wert zu haben, ohne außergewöhnlich große oder kleine Münzen zu haben.

Seit der Neuzeit sind Edelmetalle vom Geldsystem getrennt und die Entwicklung des Goldpreises völlig unabhängig. Der größte Nachteil dieses Systems besteht darin, dass es schwierig ist, einzelne Festsätze für grenzüberschreitende Transaktionen zu vergleichen. Dies liegt hauptsächlich daran, dass die Wechselkurse zwischen den Ländern stark variieren, sodass es keinen einheitlichen Wert für Silber oder Gold gibt.

Basierend auf dieser Tatsache gründeten einige Länder sogenannte Gewerkschaften, wie die Lateinische Währungsunion (Frankreich, Belgien, Italien und die Schweiz seit 1865). Mit Hilfe dieser Gewerkschaften wurden Korrespondenzen zwischen den verschiedenen Staatsbeziehungen gebildet, was die grenzüberschreitenden Geschäfte in den Gewerkschaften sehr erleichterte. Aufgrund der darauffolgenden historischen Ereignisse, wie des Deutsch-Französischen Krieges wurde das Bimetall schnell beendet und durch den Goldstandard ersetzt.

Trimetallismus in Russland

Eine Erweiterung des Bimetalls ist das russische Trimetall. Neben Gold und Silber wird auch Platin mit Geld in Verbindung gebracht. Aber auch dieses System etablierte sich nicht lang, da es beim grenzüberschreitenden Handel ebenfalls zu Problemen führte.

Monometallismus

Eine noch weitere Form ist der Monometallismus, der darauf beruht, dass nationale Währungen nur ein Edelmetall als Währungsstandard haben. Als Gegenstück zum Geld werden in den meisten Fällen sogenannte Umlaufmünzen (Kurantmünzen) verwendet. Umlaufmünzen sind Edelmetallmünzen aus Gold oder Silber, die einen Nennwert haben und somit innerhalb eines Landes als gültiges Zahlungsmittel dienen. Beispiele für diese Münzen sind die 5-Mark, 10-Mark oder 20-Mark aus dem Deutschen Kaiserreich, welche in sehr großen Auflagen geprägt wurden.

 

 

 

10.05.2022 - Tobias Dalacker - info@muenzkauf.de

 

 

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