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Wie kommt der Goldpreis zustande?

Welche Hauptfaktoren beeinflussen den Goldpreis und wie entwickelt er sich.

 

Nachdem im August 2020 ein absolutes Allzeithoch beim Goldpreis von 2063,01 USD (US-Dollar) erreicht wurde, rechneten viele Experten mit einer weiteren Fortführung der fulminanten "Goldpreis-Rallye" bis zum Jahresende. Demgegenüber gab es aber auch einige, die dieses Allzeithoch als den Zenit im Jahr 2020 interpretierten und eine Stabilisierung auf einem niedrigeren Niveau prognostizierten.
Im Nachhinein betrachtet, kann gesagt werden, dass die zweitgenannten Experten Recht hatten.

Doch warum ist das so bzw. wovon hängt die Entwicklung des Goldpreises ab?
Dafür verantwortlich sind zahlreiche Faktoren, weshalb sich viele Analysten des Öfteren mit ihren Prognosen verschätzen.

Einen signifikanten Einfluss stellen Krisen oder einschneidende Ereignisse dar, wie z.B. die aktuelle Corona-Pandemie. Deren Einfluss auf die globale wirtschaftliche Entwicklung und die damit einhergehenden extrem hohen Staatsausgaben zur Bekämpfung des Virus bzw. zur Abmilderung der negativen wirtschaftlichen Auswirkungen, wie bspw. Kurzarbeit oder Entschädigungen, führen dazu, dass Staaten zusätzliches Geld drucken und somit die Inflation steigt, das Geld also an Wert verliert. Im Gegensatz dazu sind Gold und andere Edelmetalle ein sicherer Hafen, welcher in Krisenzeiten vermehrt genutzt wird.

Daneben spielt natürlich auch die Nachfrage und Verfügbarkeit von Gold eine entscheidende Rolle, egal ob im Schmuckbereich, welcher immer noch einen größeren Anteil einnimmt als das klassische Goldinvestment, oder im technologischen Bereich, in dem von Jahr zu Jahr ein steigender Goldbedarf, z.B. für Elektronikprodukte wie Smartphones, Tablets oder Computer, zu verzeichnen ist.
Demgegenüber stehen immer weiter steigende Explorationskosten, da viele neu entdeckte Goldvorkommen nur eine geringe Goldkonzentration aufweisen und auch erst einmal gefunden werden müssen.

Weiterhin haben Banken, vor allem Noten- und Zentralbanken, einen großen Anteil an der Entwicklung des Goldpreises. Einerseits werden niedrige Zinsen festgelegt um die Wirtschaft auch in schwierigen Zeiten am Laufen zu halten und die bereits zuvor erwähnte Inflation zu beeinflussen, andererseits verfügen Staatsbanken über enorme Goldreserven um reale Gegenwerte zum digitalen Geld bzw. Papiergeld  zu besitzen. Diese Goldreserven werden auch zum Handeln genutzt und können aufgrund der Menge einen einschneidenden Einfluss auf den aktuellen Goldpreis haben. Teilweise wird in diesem Zusammenhang auch von bewussten Manipulationen gesprochen, wobei sich diese, bedingt durch die Vielzahl an weiteren Einflussfaktoren, nur kurzfristig auswirken können.
 
Einen weiteren Faktor stellt der Wechselkurs von Währungen dar, da der Goldpreis standardmäßig in USD  je Feinunze notiert ist. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die wichtigste Börse für den Goldhandel die New York Mercantile Exchange (NYMEX) ist. Je nachdem wie gerade der Wechselkurs zwischen USD und einer entsprechenden Währung, wie bspw. dem Euro, steht, kann ein Auf- oder Abwerten des EUR oder USD mitunter zu einem signifikanten Kurssprung führen, sowohl negativ als auch positiv gesehen, je nach den vorliegenden Gegebenheiten.

Zusätzlich zu den erläuterten Haupeinflussfaktoren gibt es noch weitere weniger relevante, wie z.B. der aktuelle Ölpreis, da dieser indirekt wiederum auf die Explorationskosten Einfluss hat.

Neben dem an der Börse gehandelten Goldpreis gibt es auch noch einen außerbörslichen Goldpreis. Dieser wird zwei Mal täglich im sogenannten "London Gold Fixing" von Mitgliedsbanken der "London Bullion Market Association" (LBMA) festgelegt. Dieser Goldpreis wird bspw. von den meisten Staatsbanken als Grundlage für die Bewertung vorhandener Goldreserven genutzt und ist der verwendete Referenzwert für Unternehmen, die auf dem Gebiet der Goldförderung/-gewinnung tätig sind.

Für das Jahr 2021 rechnet u.a. der World Gold Council mit einem weiter steigenden Goldpreis, weshalb es sich voraussichtlich lohnen wird, bei den aktuell noch recht niedrigen Preisen für Goldmünzen und -barren zuzuschlagen.

 

 

24.01.2021 - Tobias Dalacker - info@muenzkauf.de

 

 

 

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