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Nordex meldet kräftigen Auftragsboom

Der deutsche Windkraftanlagenhersteller steigert seine Bestellungen im dritten Quartal 2026 um 29,5 Prozent. Besonders die internationale Nachfrage sorgt für positive Wirtschaftsnachrichten.

 

Erfreuliche Nachrichten aus der deutschen Industrie: Der Windkraftanlagenhersteller Nordex hat am 12. Oktober 2026 einen deutlichen Anstieg seiner Auftragseingänge bekannt gegeben. Im dritten Quartal bestellten Kunden Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 2.810 Megawatt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Wachstum von 29,5 Prozent.

Damit setzt das Hamburger Unternehmen seinen erfolgreichen Geschäftsverlauf fort. Von Januar bis September 2026 summierten sich die Auftragseingänge im Projektgeschäft auf 7.733 Megawatt. Das sind 16,1 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die Zahlen zeigen, dass deutsche Windkrafttechnologie auf internationalen Märkten weiterhin stark nachgefragt wird. Gerade in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld ist diese Entwicklung ein positives Signal für den Industriestandort Deutschland.

 

427 neue Windkraftanlagen für zehn Länder

 

Zwischen Juli und September 2026 erhielt Nordex Bestellungen für insgesamt 427 Windkraftanlagen. Die Projekte verteilen sich auf zehn Länder. Besonders stark entwickelte sich die Nachfrage in der Türkei, Deutschland und den Vereinigten Staaten.

Allein in der Türkei verbuchte Nordex im dritten Quartal Aufträge über mehr als 900 Megawatt. In den USA erreichte das Unternehmen seit Jahresbeginn ein Auftragsvolumen von mehr als 1,3 Gigawatt.

Bemerkenswert ist außerdem das weitgehend stabile Preisumfeld. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag im dritten Quartal bei rund 900.000 Euro je Megawatt installierter Leistung. Im Vorjahresquartal waren es etwa 930.000 Euro gewesen. Nach Unternehmensangaben erklärt sich die Veränderung insbesondere durch unterschiedliche Projektgrößen und die regionale Zusammensetzung der Aufträge.

 

Deutsche Windkraftindustrie profitiert vom Ausbau

 

Moderne Windkraftanlagen auf einer grünen Landschaft als Symbol für den internationalen Auftragsboom des deutschen Herstellers Nordex

Die steigenden Bestellungen unterstreichen die wirtschaftliche Bedeutung erneuerbarer Energien. Windkraftanlagen benötigen leistungsfähige industrielle Lieferketten, darunter Maschinenbau, Stahlverarbeitung, Elektrotechnik und spezialisierte Komponentenhersteller.

Neue Windenergieprojekte können deshalb über die eigentliche Anlagenproduktion hinaus wirtschaftliche Impulse auslösen. Davon profitieren potenziell auch Zulieferer, Ingenieurdienstleister, Transportbetriebe und Unternehmen aus der Energietechnik.

Nordex verfügt über ein internationales Produktionsnetzwerk mit Standorten unter anderem in Deutschland, Spanien, Brasilien, Indien, den USA und der Türkei. Der Konzern beschäftigt weltweit mehr als 11.100 Mitarbeiter.

 

Auch die Geschäftszahlen zeigen Fortschritte

 

Bereits im zweiten Quartal 2026 hatte Nordex eine deutliche Verbesserung seiner wirtschaftlichen Ergebnisse gemeldet. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg auf 223,8 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal 108,2 Millionen Euro erzielt worden waren.

Die EBITDA-Marge erreichte 10,3 Prozent. Zudem meldete das Unternehmen einen positiven freien Cashflow und einen gesamten Auftragsbestand von 18,4 Milliarden Euro zum Ende des ersten Halbjahres.

Die aktuellen Bestellzahlen für das dritte Quartal sind damit ein weiterer Hinweis auf die starke Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens. Wie sich die neuen Aufträge auf Umsatz und Gewinn auswirken, hängt allerdings von der späteren Umsetzung der Projekte ab.

 

Positive Perspektiven für Industrie und Rohstoffe

 

Der internationale Ausbau der Windenergie ist auch für die Rohstoffwirtschaft von Bedeutung. Windkraftanlagen benötigen große Mengen Stahl sowie Kupfer für elektrische Leitungen, Generatoren und weitere Komponenten. Je nach Anlagentechnologie kommen zusätzliche Metalle und spezielle Werkstoffe zum Einsatz.

Wachsende Investitionen in Windenergie und Stromnetze können daher langfristig die Nachfrage nach wichtigen Industriemetallen unterstützen. Gleichzeitig eröffnet die Entwicklung Unternehmen aus der Recyclingwirtschaft zusätzliche Perspektiven, da Rohstoffe aus älteren Anlagen zunehmend zurückgewonnen werden müssen.

Für die deutsche Wirtschaft ist der Nordex-Auftragsboom ein ermutigendes Beispiel dafür, dass innovative Industrieunternehmen auch in einem schwierigen internationalen Umfeld wachsen können.

Die kommenden Quartale werden zeigen, wie erfolgreich Nordex seine umfangreichen Bestellungen in neue Anlagen, Umsätze und Gewinne umsetzen kann. Die heute veröffentlichten Zahlen liefern dafür eine positive Ausgangsbasis.

Quelle: Nordex Group – Auftragseingänge vom 12. Oktober 2026 sowie Nordex – Geschäftsergebnisse zweites Quartal 2026.

 

12.10.2026 - Tobias Dalacker - info@muenzkauf.de

 

 

 






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