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1 oz Silber Australian Emu 2021 der Perth Mint

Die vierte Ausgabe der Emu-Serie verbindet eine Feinunze 999,9er Silber mit einem auf 30.000 Stück begrenzten Jahrgang.

 

Der Australian Emu 2021 gehört zu den kleineren Bullionserien der Perth Mint. Während Kookaburra, Koala und Kangaroo in deutlich größeren Stückzahlen bekannt sind, wurde die reguläre 1-oz-Silberausgabe des Emu 2021 auf maximal 30.000 Exemplare begrenzt. Die offizielle Auflagenübersicht der Perth Mint führt den Jahrgang inzwischen als ausverkauft.

Die Münze enthält eine Feinunze Silber mit einer Reinheit von 999,9/1000 und besitzt einen australischen Nennwert von 1 Dollar. Gestalterisch steht 2021 ein erwachsener Emu mit einem Jungtier im Mittelpunkt. Beide befinden sich an einem Wasserloch in einer typisch australischen Landschaft. Damit setzte die Perth Mint die erst 2018 begonnene Serie im vierten Jahr mit einem erneut vollständig neuen Motiv fort.

 

Eine Feinunze 999,9er Silber

 

Die technischen Eckdaten entsprechen dem für die Emu-Serie etablierten 1-oz-Format. Der Silbergehalt beträgt exakt eine Troy Ounce beziehungsweise mindestens 31,107 Gramm. Die Feinheit liegt bei 99,99 Prozent.

Der maximale Durchmesser beträgt 40,90 Millimeter, die maximale Dicke 3,50 Millimeter. Damit nutzt die Münze eine vergleichsweise große Fläche für das Tiermotiv. Gerade die feinen Federstrukturen des Emus lassen sich dadurch detaillierter darstellen als auf kleineren Silbermünzen.

1 oz Silber Australian Emu 2021 der Perth Mint mit erwachsenem Emu und Jungtier

Der Nennwert beträgt 1 Australischen Dollar. Dieser Nominalwert besitzt bei einer Bullionmünze in erster Linie rechtliche Bedeutung und liegt weit unter dem tatsächlichen Silberwert.

Als australisches gesetzliches Zahlungsmittel verbindet die Münze damit die klassische Konstruktion einer staatlich ausgegebenen Anlagemünze mit einer deutlich stärker begrenzten Auflage als viele Standard-Bullionprodukte.

 

2021 zeigt einen Emu mit Jungtier am Wasser

 

Die Rückseite wurde von Monique Reeves gestaltet. Ihr Motiv zeigt einen erwachsenen Emu gemeinsam mit einem Jungtier an einem australischen Wasserloch. Wasserpflanzen und eine offene Landschaft bilden den Hintergrund.

Der Aufbau unterscheidet sich klar von den drei vorangegangenen Emu-Jahrgängen. Genau dieser jährliche Motivwechsel gehört zum Grundkonzept der Serie. Die Perth Mint übernimmt nicht lediglich dasselbe Tierbild und verändert die Jahreszahl, sondern entwickelt für jede Ausgabe eine neue Szene.

Rund um das Motiv befinden sich die Bezeichnung „AUSTRALIAN EMU“, die Jahreszahl 2021 sowie Angaben zu Gewicht und Silberreinheit. Hinzu kommt das traditionelle „P“-Münzzeichen der Perth Mint.

Monique Reeves gestaltete für den Jahrgang 2021 auch das entsprechende Emu-Motiv der Goldausgabe. Frühere und spätere Jahrgänge stammen dagegen von unterschiedlichen Designern, wodurch die Serie auch stilistisch Veränderungen zeigt.

 

Der Emu ist eines der bekanntesten Tiere Australiens

 

Der Emu ist nach dem afrikanischen Strauß der zweitgrößte heute lebende Vogel. Ausgewachsene Tiere können ungefähr 1,9 Meter hoch werden. Fliegen können sie nicht; dafür besitzen sie kräftige Beine, mit denen sie Geschwindigkeiten von annähernd 50 Kilometern pro Stunde erreichen können.

Seine Bedeutung für Australien geht weit über die Tierwelt hinaus. Gemeinsam mit dem Känguru erscheint der Emu auf dem australischen Staatswappen. Beide Tiere gehören damit zu den bekanntesten zoologischen Symbolen des Landes.

Besonders ungewöhnlich ist das Brutverhalten. Beim Emu übernimmt das Männchen die Brutpflege, sitzt über Wochen auf den Eiern und kümmert sich anschließend um die geschlüpften Jungtiere. Deshalb wird bei Darstellungen eines erwachsenen Emus mit Nachwuchs häufig auf diese besondere Rolle des männlichen Tieres verwiesen.

 

Die Vorderseite trägt das Portrait von Elizabeth II.

 

Auf der Wertseite befindet sich das Portrait von Queen Elizabeth II. nach dem Entwurf von Jody Clark. Die Königin ist nach rechts blickend mit der George-IV-Staatsdiademkrone dargestellt.

Der Jody-Clark-Entwurf gehört zu den letzten Portraittypen Elizabeths II. auf australischen Münzen. Bei der Perth Mint wurde er in zahlreichen Bullion- und Sammlerprogrammen verwendet.

Die Umschrift nennt „ELIZABETH II“, „AUSTRALIA“ und den Nennwert „1 DOLLAR“. Seit dem Wechsel des australischen Staatsoberhaupts erscheinen neuere Emu-Jahrgänge inzwischen mit König Charles III., wodurch der Jahrgang 2021 auch auf der Vorderseite eindeutig seiner Zeit zugeordnet werden kann.

 

Nur maximal 30.000 Silbermünzen

 

Der wichtigste Unterschied zu klassischen Massen-Bullionmünzen liegt in der Auflage. Die Perth Mint begrenzte die 1-oz-Silberausgabe 2021 auf maximal 30.000 Exemplare.

In der offiziellen Auflagenstatistik wird die Münze inzwischen als „SOLD OUT“ geführt. Die Prägestätte nennt dort sowohl die maximale Auflage von 30.000 als auch den abgeschlossenen Verkaufsstatus.

Die entsprechende Herstellerstatistik findet sich in der offiziellen Bullion-Auflagenübersicht der Perth Mint.

Eine begrenzte Auflage bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Münze später einen bestimmten Sammleraufschlag erreichen muss. Wie stark ein älterer Jahrgang gehandelt wird, hängt zusätzlich von Nachfrage, Erhaltung und verfügbarer Menge am Zweitmarkt ab.

 

2021 ist der vierte Jahrgang der Emu-Serie

 

Die Australian-Emu-Bullionserie begann 2018. Der Jahrgang 2021 ist somit die vierte reguläre Ausgabe.

Von Beginn an setzte die Perth Mint auf ein vergleichsweise enges Produktionsvolumen. Die Silbermünzen wurden jeweils mit deutlich kleineren Stückzahlen angeboten als beispielsweise der reguläre Silver Kangaroo. Parallel erschienen auch Emu-Goldmünzen, deren Auflagen nochmals erheblich niedriger ausfielen.

2021 bestand das reguläre Bullionprogramm aus einer 1-oz-Silbermünze und einer 1-oz-Goldmünze. Für die Goldausgabe nennt die Perth Mint eine maximale Auflage von lediglich 5.000 Exemplaren. Auch diese wird in der offiziellen Statistik als ausverkauft geführt.

Dass die Serie über die Jahre fortgeführt wurde, zeigt ihre heutige Stellung im Perth-Mint-Programm. Auch neuere Jahrgänge werden weiterhin mit jährlich wechselnden Emu-Motiven ausgegeben.

 

Der Motivwechsel grenzt den Emu vom Kangaroo ab

 

Innerhalb des Bullionprogramms der Perth Mint existieren unterschiedliche Gestaltungskonzepte. Beim regulären Australian Kangaroo bleibt das zentrale Känguru-Motiv über mehrere Jahrgänge weitgehend konstant. Kookaburra, Koala und Emu arbeiten dagegen mit jährlich wechselnden Tierdarstellungen.

Dadurch gewinnt die Jahreszahl beim Emu eine zusätzliche Bedeutung. Ein Emu 2020, 2021 oder 2022 lässt sich nicht nur anhand der Datierung unterscheiden, sondern bereits durch das Motiv.

Für Sammler kann das interessanter sein als eine Serie, bei der sich von Jahr zu Jahr nur kleinere Details ändern. Für reine Silberanleger bedeutet der Motivwechsel dagegen nicht zwangsläufig einen materiellen Mehrwert: Der Feinsilbergehalt bleibt das zentrale technische Merkmal.

 

Ein Mikro-Lasermerkmal erschwert Nachahmungen

 

Die Emu-Serie gehört zu den Perth-Mint-Bullionmünzen, bei denen ein zusätzliches Authentifizierungsmerkmal in das Rückseitendesign integriert wurde. Dabei handelt es sich um einen mikrolasergravierten Buchstaben.

Das Zeichen ist so klein, dass es erst unter einer Lupe deutlich erkennbar wird. Durch seine Integration in das eigentliche Münzbild soll eine detailgenaue Nachahmung erschwert werden.

Ein solches Merkmal sollte bei einer Echtheitsprüfung dennoch nicht isoliert betrachtet werden. Gewicht, Durchmesser, Dicke, korrekte Gestaltung und Materialeigenschaften gehören ebenfalls zur Prüfung einer Silbermünze.

Die Perth Mint beschreibt dieses Sicherheitsprinzip auch bei den heutigen Australian-Emu-Silbermünzen als Bestandteil der Serie.

 

Die Münze wird gekapselt ausgegeben

 

Die reguläre 2021er Bullionausgabe wird in einer transparenten Acrylkapsel ausgeliefert. Bei größeren Mengen existierten zudem entsprechende Rollen- und Großverpackungen.

Die Kapsel schützt die Oberfläche vor unmittelbarem Kontakt, Fingerabdrücken und mechanischen Beschädigungen. Sie kann jedoch nicht garantieren, dass Silber über Jahrzehnte optisch völlig unverändert bleibt.

Silber kann unter ungünstigen Bedingungen anlaufen. Auch bei modernen Bullionmünzen sind lokale Oberflächenveränderungen grundsätzlich möglich. Der tatsächliche Feinsilbergehalt wird dadurch nicht verändert.

Wer ein besonders gut erhaltenes Exemplar sammelt, sollte die Münze daher nach Möglichkeit in der Originalkapsel belassen und trocken sowie bei möglichst gleichmäßiger Temperatur lagern.

 

Neben der Bullionmünze existiert eine farbige Sonderausgabe

 

Beim Jahrgang 2021 ist eine Verwechslung möglich, weil zusätzlich eine kolorierte Emu-Ausgabe für die Melbourne Money Expo beziehungsweise als ANDA Special hergestellt wurde.

Diese Sondermünze verwendet dasselbe Grundmotiv, ist aber nicht mit der normalen Bullionausgabe identisch. Die Rückseite wurde teilweise koloriert, die Münze wurde in spezieller Präsentationsverpackung mit nummeriertem Echtheitszertifikat angeboten.

Die maximale Auflage dieser Variante lag bei nur 2.000 Exemplaren. Die Perth Mint führt sie in ihrer numismatischen Statistik als ausverkauft.

Beim Preisvergleich älterer Emu-Münzen sollte deshalb immer darauf geachtet werden, ob es sich um die normale 30.000er Bullionausgabe oder um das wesentlich kleinere kolorierte ANDA-Special handelt.

 

30.000 Stück sind im Bullionmarkt eine kleine Menge

 

Die Größenordnung der Emu-Auflage wird deutlicher im Vergleich mit großen internationalen Silbermünzen. Bei klassischen Standard-Bullionprodukten können pro Jahr mehrere hunderttausend oder sogar Millionen Exemplare hergestellt werden.

30.000 Stück bilden dagegen einen vergleichsweise kleinen weltweiten Bestand. Hinzu kommt, dass diese Menge auf internationale Märkte verteilt wurde und ältere Jahrgänge nach einigen Jahren nicht mehr gleichmäßig verfügbar sind.

Das erklärt, warum ein Australian Emu 2021 im Handel nicht zwangsläufig mit demselben Aufgeld angeboten wird wie eine aktuelle, in wesentlich größeren Mengen verfügbare Standard-Silbermünze.

Der Aufpreis ist jedoch kein festes Merkmal. Er kann sich verändern, wenn Sammlernachfrage steigt, Händlerbestände wachsen oder größere Mengen aus privaten Sammlungen wieder auf den Markt gelangen.

 

Bullionmünze und Sammlerprodukt zugleich

 

Der Australian Emu bewegt sich zwischen zwei klassischen Kategorien. Einerseits ist die Münze technisch eindeutig als Bullionprodukt konzipiert: eine Feinunze Feinsilber, definierter Nennwert, standardisierte Maße und eine prägefrische Ausführung.

Andererseits sorgen die niedrige Maximalauflage und das jährlich wechselnde Motiv für Merkmale, die typischerweise auch Sammler ansprechen.

Das unterscheidet sie von reinen Anlagemünzen, bei denen nahezu ausschließlich Silbergewicht, Prägeanstalt und Handelbarkeit zählen. Beim Emu kann der konkrete Jahrgang stärker in die Preisbildung einfließen.

Gerade beim Kauf älterer Stücke ist deshalb sinnvoll, Metallwert und möglichen Sammleraufschlag getrennt zu betrachten.

 

Der Jahrgang 2021 ist heute klar abgeschlossen

 

Fünf Jahre nach seiner Ausgabe lässt sich der Australian Emu 2021 wesentlich eindeutiger einordnen als während der ursprünglichen Verkaufsphase. Die Perth Mint führt die auf maximal 30.000 Stück begrenzte Silberausgabe inzwischen offiziell als ausverkauft.

Technisch enthält jede Münze eine Feinunze 999,9er Silber bei einem Durchmesser von maximal 40,90 Millimetern und einem Nennwert von 1 Australischen Dollar. Auf der Vorderseite befindet sich das Jody-Clark-Portrait von Queen Elizabeth II., während Monique Reeves auf der Rückseite einen erwachsenen Emu mit Jungtier an einem australischen Wasserloch gestaltete.

Innerhalb der Serie nimmt 2021 als vierter Jahrgang einen klar identifizierbaren Platz ein. Das Motiv unterscheidet sich von sämtlichen vorherigen und nachfolgenden Ausgaben, während Auflage und Silbergehalt der bekannten Grundstruktur des Emu-Programms folgen.

Damit ist die 1 oz Silber Australian Emu 2021 sowohl eine klassische Feinunzenmünze als auch ein vergleichsweise klein aufgelegter Jahrgang einer fortlaufenden australischen Tiermotivserie. Ob sich daraus künftig ein höherer Sammlerwert entwickelt, lässt sich nicht sicher ableiten; der Artikel dient der sachlichen Produkteinordnung und stellt keine Anlageberatung dar.

 

08.09.2026 - Tobias Dalacker - info@muenzkauf.de

 

 

 








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