Börse & Märkte: DAX stark, Nasdaq schwach
Deutsche Aktien beenden die Woche mit Gewinnen, während Technologiewerte an der Wall Street deutlich verlieren. Inflation, Zinsen und Ölpreise bestimmen das Marktgeschehen.
Die internationalen Aktienmärkte haben die Handelswoche mit unterschiedlichen Vorzeichen beendet. Während der deutsche Leitindex DAX am Freitag, dem 16. Oktober 2026, deutlich zulegen konnte, gerieten amerikanische Technologieaktien erneut unter Verkaufsdruck. Sorgen über steigende Finanzierungskosten und die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz belasteten insbesondere die Nasdaq. Der heutige Samstag ist an den regulären Aktienbörsen handelsfrei.
DAX legt deutlich zu

Der DAX schloss den Freitagshandel bei 25.622,61 Punkten und gewann damit 0,95 Prozent. Auch die deutschen Nebenwerte entwickelten sich positiv. Der MDAX stieg um 1,46 Prozent auf 30.656,65 Punkte, während der SDAX um 1,36 Prozent auf 18.198,27 Punkte zulegte.
Auf Wochensicht verbuchte der DAX einen Gewinn von rund 2,1 Prozent. Damit zeigte sich der deutsche Aktienmarkt deutlich widerstandsfähiger als die amerikanischen Technologiebörsen. Die offiziellen Indexstände veröffentlicht die Deutsche Börse.
Wall Street leidet unter Technologieverkäufen
An den amerikanischen Börsen dominierten dagegen Kursverluste. Der technologielastige Nasdaq Composite fiel am Freitag um 2,1 Prozent auf 26.140,03 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 verlor 1,1 Prozent und schloss bei 7.659,44 Punkten. Der Dow Jones Industrial Average gab lediglich 0,3 Prozent auf 52.002,41 Punkte nach.
Besonders Halbleiterhersteller standen unter Druck. Aktien von Micron Technology und Intel verloren jeweils mehr als fünf Prozent. Investoren hinterfragen zunehmend, wann sich die enormen Ausgaben für KI-Rechenzentren und entsprechende Infrastruktur wirtschaftlich auszahlen werden. Der Nasdaq verlor innerhalb der Handelswoche rund 4,5 Prozent.
Inflation und Ölpreise bleiben entscheidend
Zusätzliche Unsicherheit verursachten amerikanische Inflationsdaten. Höhere Preissteigerungen verstärkten die Erwartungen, dass die US-Notenbank ihre restriktive Geldpolitik fortsetzen könnte. Steigende Zinsen verteuern Kredite und können insbesondere wachstumsorientierte Unternehmen belasten.
Auch der Ölmarkt bleibt angespannt. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich am Freitag deutlich und erreichte rund 110 US-Dollar je Barrel. Hintergrund sind anhaltende Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen im Nahen Osten. Höhere Energiepreise könnten den Inflationsdruck zusätzlich verstärken.
Gold und Anleihen im Blickpunkt
Am Edelmetallmarkt bewegte sich Gold am Freitag zeitweise bei rund 4.165 US-Dollar je Feinunze. Trotz seiner Funktion als Krisenabsicherung steht das Metall unter dem Einfluss der amerikanischen Zinserwartungen. Höhere Realzinsen können die Attraktivität unverzinster Edelmetalle verringern.
Gleichzeitig zeigte die Nachfrage nach Staatsanleihen, dass Anleger verstärkt auf die Risiken an den Aktienmärkten reagieren. Die Entwicklung der Renditen bleibt deshalb ein wichtiger Faktor für die kommende Handelswoche.
Ausblick auf die kommende Börsenwoche
In der neuen Handelswoche dürften insbesondere Unternehmenszahlen aus den USA, die Entwicklung der Technologieaktien und neue Aussagen der Notenbanken im Mittelpunkt stehen. Entscheidend wird sein, ob sich die Verkäufe im KI-Sektor abschwächen oder weitere Branchen erfassen.
Der deutsche Aktienmarkt startet mit einer vergleichsweise starken Ausgangslage in die neue Woche. Allerdings können schwache Vorgaben der Wall Street, steigende Ölpreise und veränderte Zinserwartungen die Stimmung jederzeit beeinflussen.
Die jüngsten internationalen Entwicklungen dokumentieren unter anderem Reuters und Associated Press.
17.10.2026 - Rina Teitscheid- info@muenzkauf.de
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