Gold-Volltreffer in Lappland: FireFox Gold legt nach
Neue Bohrergebnisse mit 16,6 Metern bei 5,83 Gramm Gold je Tonne erweitern die Lammas-Zone im finnischen Mustajärvi-Projekt auf rund 260 Meter Streichlänge.
Im Norden Finnlands verdichten sich die Hinweise auf ein weiteres bedeutendes Goldvorkommen. Das kanadische Explorationsunternehmen FireFox Gold Corp. hat am 14. Oktober 2026 neue Bohrergebnisse aus seiner erst im September entdeckten Lammas-Zone veröffentlicht. Besonders auffällig ist ein Abschnitt mit 16,6 Metern und durchschnittlich 5,83 Gramm Gold pro Tonne Gestein. Innerhalb dieses Intervalls wurden auf 1,05 Metern sogar 51,5 Gramm Gold je Tonne nachgewiesen.
Die Ergebnisse stammen aus dem zu 100 Prozent von FireFox kontrollierten Mustajärvi-Projekt in Finnisch-Lappland. Sie bestätigen nach Unternehmensangaben, dass sich die neu entdeckte Goldmineralisierung über eine größere Entfernung fortsetzt als zunächst bekannt. Die bislang durch Bohrungen belegte Streichlänge der Lammas-Zone beträgt inzwischen rund 260 Meter.
Neue Bohrungen bestätigen hochgradige Goldmineralisierung
Im Mittelpunkt der jüngsten Veröffentlichung stehen die Diamantbohrungen 26MJ033 und 26MJ035. Letztere wurde rund 200 Meter nordöstlich der ursprünglichen Entdeckungsbohrung angesetzt und lieferte die bislang besonders bemerkenswerten Ergebnisse der Erweiterung.
Die wichtigsten gemeldeten Abschnitte:
- Bohrung 26MJ035: 16,6 Meter mit durchschnittlich 5,83 Gramm Gold je Tonne ab 72,45 Metern Bohrtiefe.
- Hochgradiger Teilabschnitt: 1,05 Meter mit 51,5 Gramm Gold je Tonne innerhalb derselben Bohrung.
- Bohrung 26MJ033: 5,0 Meter mit durchschnittlich 1,03 Gramm Gold je Tonne ab 141,5 Metern Bohrtiefe.
- Entdeckungsbohrung 26MJ032: Bereits im September wurden 21,0 Meter mit durchschnittlich 4,13 Gramm Gold je Tonne gemeldet.
Die Ergebnisse sind geologisch interessant, weil sie nicht nur einzelne hochgradige Goldabschnitte zeigen. Vielmehr deuten die räumlich voneinander entfernten Bohrtreffer darauf hin, dass sich die Mineralisierung entlang einer zusammenhängenden geologischen Struktur erstrecken könnte.
Allerdings handelt es sich um Bohrkernabschnitte. Die tatsächlich mineralisierte Mächtigkeit kann von den gemeldeten Bohrlängen abweichen. Auch lassen sich aus einzelnen Goldgehalten noch keine wirtschaftlich gewinnbaren Goldmengen ableiten.
Lammas-Zone liegt abseits der bisherigen Hauptstruktur

Das Mustajärvi-Projekt befindet sich etwa 18 Kilometer östlich von Kittilä entlang der Straßenverbindung nach Sodankylä. In dieser Region Nordfinnlands werden seit Jahren verschiedene Goldlagerstätten untersucht und erschlossen.
Die neue Lammas-Zone liegt nahezu einen Kilometer östlich der bisher im Mittelpunkt stehenden Mustajärvi-Scherzone. Beide Strukturen verlaufen annähernd parallel in nordöstlicher Richtung.
Diese räumliche Trennung ist entscheidend: Die neue Entdeckung könnte darauf hinweisen, dass das Goldsystem des Projekts nicht auf den bereits intensiv untersuchten Hauptkorridor beschränkt ist.
Die Lammas-Struktur wurde mithilfe geophysikalischer Untersuchungen und geochemischer Probenahmen identifiziert. Insbesondere elektromagnetische Messungen lieferten Hinweise auf einen möglichen mineralisierten Korridor, der sich nach den bisherigen Interpretationen über mehr als einen Kilometer erstrecken könnte.
Ob dieser gesamte Bereich tatsächlich wirtschaftlich relevante Goldmineralisierung enthält, müssen weitere Bohrungen erst zeigen.
FireFox Gold plant weitere Bohrungen
Nach den positiven Ergebnissen hat FireFox Gold ein Bohrgerät erneut in die Lammas-Zone verlegt. Geplant sind vier bis acht zusätzliche Bohrungen, um die Fortsetzung der Mineralisierung entlang der Streichrichtung und in größere Tiefen zu untersuchen.
Die bisherigen drei Bohrungen reichen jeweils nur ungefähr 200 Meter tief. Nach Darstellung des Unternehmens ist die Goldmineralisierung in sämtliche Richtungen weiterhin offen. Das bedeutet, dass ihre Grenzen bislang nicht durch ausreichende Bohrungen bestimmt wurden.
FireFox-Geschäftsführer Carl Löfberg sieht insbesondere in der Kombination aus hohen Goldgehalten, geologischer Kontinuität und noch nicht untersuchten Erweiterungsmöglichkeiten einen wichtigen Fortschritt für das Projekt.
Für die weitere Bewertung kommt es nun darauf an, ob zusätzliche Bohrungen vergleichbare Ergebnisse liefern und sich daraus ein belastbares dreidimensionales Lagerstättenmodell entwickeln lässt.
Warum die Goldfunde für Finnland interessant sind
Finnisch-Lappland zählt zu den bedeutenden Goldexplorationsregionen Europas. Die Region verfügt über goldführende geologische Strukturen, bestehende Bergbauinfrastruktur und Erfahrungen mit industrieller Goldförderung.
Für europäische Rohstoffmärkte sind neue Goldentdeckungen auch deshalb interessant, weil sie das Potenzial heimischer Lagerstätten verdeutlichen. Eine erfolgreiche Exploration führt jedoch nicht automatisch zur Errichtung eines Bergwerks.
Zwischen einem ersten Goldfund und einer möglichen Produktion liegen normalerweise umfangreiche Untersuchungen zur Lagerstättengröße, Metallurgie, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Genehmigungsfähigkeit.
Gerade bei kleineren Explorationsunternehmen können Finanzierung, Bohrkosten und schwankende Rohstoffpreise einen erheblichen Einfluss auf die weitere Projektentwicklung haben.
Hohe Goldgehalte sind noch keine Goldreserve
Die jüngsten Ergebnisse von FireFox Gold fallen durch die Kombination aus vergleichsweise breiten mineralisierten Abschnitten und einzelnen sehr hohen Goldgehalten auf. Ein Abschnitt mit mehr als fünf Gramm Gold je Tonne über 16,6 Meter ist für die Exploration grundsätzlich bemerkenswert.
Dennoch dürfen solche Bohrtreffer nicht mit einer nachgewiesenen Goldreserve gleichgesetzt werden. Dafür fehlen unter anderem ausreichend engmaschige Bohrdaten, eine belastbare Ressourcenschätzung und wirtschaftliche Machbarkeitsuntersuchungen.
Auch der außergewöhnlich hohe Einzelwert von 51,5 Gramm Gold je Tonne muss im geologischen Zusammenhang betrachtet werden. Solche Spitzenwerte können lokal begrenzt sein und müssen nicht repräsentativ für größere Gesteinsvolumina sein.
Für eine mögliche spätere Goldgewinnung sind neben dem Goldgehalt unter anderem die Größe und Geometrie der Lagerstätte, die metallurgische Ausbringung, die erforderliche Infrastruktur und die Betriebskosten entscheidend.
Wie es beim Mustajärvi-Projekt weitergeht
Mit der Erweiterung der Lammas-Zone gewinnt das Mustajärvi-Projekt eine zusätzliche Explorationsperspektive. Während FireFox Gold bereits seit mehreren Jahren die bekannten Goldzonen entlang der Hauptscherstruktur untersucht, eröffnet die neue Entdeckung einen weiteren Zielbereich außerhalb des bisherigen Schwerpunktes.
Das Unternehmen arbeitet außerdem an einer ersten Mineralressourcenschätzung für das Mustajärvi-Projekt. Die neuen Ergebnisse aus Lammas zeigen zusätzliches Explorationspotenzial, erlauben aber noch keine verlässliche Aussage über dessen wirtschaftlichen Umfang.
Die nächsten Bohrungen dürften deshalb besonders aufschlussreich werden. Bestätigen sie die Kontinuität der Goldmineralisierung über größere Entfernungen und Tiefen, könnte sich das geologische Potenzial des Projekts weiter erhöhen. Bleiben vergleichbare Treffer aus, wäre eine vorsichtigere Bewertung erforderlich.
Fest steht bislang: FireFox Gold hat in Lappland eine neue goldführende Struktur entdeckt und ihre bekannte Ausdehnung durch weitere Bohrungen vergrößert. Ob daraus langfristig eine wirtschaftlich nutzbare Lagerstätte entsteht, bleibt offen.
Quellen: FireFox Gold – Bohrergebnisse vom 14. Oktober 2026; FireFox Gold – Entdeckung der Lammas-Zone vom 16. September 2026.
15.10.2026 - Tobias Dalacker - info@muenzkauf.de
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