Numismatik auf der Munich Show 2026
Vom 23. bis 25. Oktober erhält die Welt der Münzen auf der Messe München einen eigenen großen Ausstellungsbereich
Die Munich Show bekommt 2026 für Münzsammler eine neue Bedeutung. Erstmals wird die Numismatik als eigenständiger großer Bereich in die traditionsreiche Münchner Messe integriert. Vom 23. bis 25. Oktober 2026 soll sich die Halle A1 zu einem Treffpunkt für Münzhändler, Auktionshäuser, Sammler, Museen und Freunde historischer Münzen, Medaillen und der Geldgeschichte entwickeln.
Das ist mehr als eine kleine Ergänzung der bekannten Mineralien- und Edelsteinmesse. Nach Angaben des Veranstalters umfasst der neue Numismatikbereich rund 6.000 Quadratmeter und wird ausdrücklich als eigenständige „Show in der Show“ konzipiert. Für den deutschen Münzhandel entsteht damit im Herbst ein zusätzlicher größerer Messetermin.
Numismatik startet am 23. Oktober 2026
Bei den Terminen ist eine wichtige Unterscheidung notwendig: Die gesamte Munich Show findet vom 22. bis 25. Oktober 2026 statt. Der neue Numismatikbereich beginnt jedoch erst am Freitag, dem 23. Oktober. Dieser erste Tag ist registrierten Fachhändlern vorbehalten.
Für Münzsammler und das allgemeine Publikum öffnen sich die Türen am Samstag, 24. Oktober, und Sonntag, 25. Oktober 2026. An beiden Tagen ist der Numismatikbereich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Veranstaltungsort ist die Messe München, erreichbar über den Eingang WEST, Am Messesee 2, 81829 München.
Aktuelle Besucherinformationen, Tickets und mögliche Änderungen veröffentlicht die Munich Show zum Numismatikbereich 2026.
6.000 Quadratmeter für Münzen und Geldgeschichte
Die Dimension des neuen Bereichs ist bemerkenswert. Rund 6.000 Quadratmeter ermöglichen eine Präsentation, die deutlich über eine klassische regionale Münzbörse hinausgeht. Angekündigt sind Aussteller aus Deutschland und dem Ausland. Neben Münzhändlern sollen auch Auktionshäuser und weitere Institutionen der Numismatik vertreten sein.
Das Angebot soll historische Münzen, Banknoten und Sammlermünzen umfassen. Händler können besondere Stücke und aktuelle Angebote zeigen, während Auktionshäuser die Veranstaltung unter anderem für Vorschauen auf ihre kommenden Herbstauktionen nutzen können.
Als Mittelpunkt des Bereichs ist ein „Boulevard of Coins“ vorgesehen. Damit versucht die Munich Show, Handel, Ausstellung und persönlichen Austausch miteinander zu verbinden. Gerade für Sammler ist dieser direkte Kontakt weiterhin ein wichtiger Bestandteil großer Münzveranstaltungen: Stücke können im Original betrachtet, Erhaltungszustände verglichen und Fachfragen unmittelbar besprochen werden.

Bestimmung, Schätzung und Fachvorträge
Die Veranstaltung soll nicht ausschließlich Verkaufsmesse sein. Zum angekündigten Rahmenprogramm gehören ein Bestimmungs- und Schätzservice sowie numismatische Fachvorträge. Damit richtet sich der Bereich sowohl an erfahrene Sammler als auch an Besucher, die geerbte oder bereits vorhandene Münzen näher bestimmen lassen möchten oder sich erstmals intensiver mit Numismatik beschäftigen.
Auch das Forumsprogramm der Munich Show greift numismatische Themen auf. Für Sonntag, den 25. Oktober, ist beispielsweise ein Vortrag des Historikers und Numismatikers Sascha Winkler über die Münzen des römischen Volkstribunen Cola di Rienzo angekündigt. Das vollständige Programm veröffentlicht der Veranstalter im Forumsprogramm der Munich Show 2026.
Sonderschau „Mit Sammleraugen“
Einen kulturhistorischen Schwerpunkt setzt die Sonderschau „Mit Sammleraugen: Die schönste Medaille!“. Sie wurde von der Bayerischen Numismatischen Gesellschaft gemeinsam mit dem Münchner Münzkabinett konzipiert und widmet sich Medaillen aus rund zwei Jahrtausenden.
Das Konzept stellt nicht allein Seltenheit oder Marktwert in den Vordergrund. Gefragt wurde vielmehr, warum Sammler bestimmte Medaillen persönlich besonders schätzen. Aus rund 150 Einsendungen wurden nach Angaben des Veranstalters 75 Medaillen ausgewählt. Das Spektrum reicht von der Antike über Renaissance und 19. Jahrhundert bis zu modernen Arbeiten.
Damit zeigt die Ausstellung einen Bereich der Numismatik, der im klassischen Münzhandel gelegentlich weniger Aufmerksamkeit erhält. Medaillen verbinden Geld- und Zeitgeschichte mit Bildhauerei, Prägetechnik und Kunstgeschichte, ohne zwingend als Zahlungsmittel geschaffen worden zu sein.
Eine ungewöhnliche Verbindung verschiedener Sammelgebiete
Die Munich Show ist seit Jahrzehnten vor allem für Mineralien, Fossilien, Edelsteine und Schmuck bekannt. 2026 treffen dort nun mehrere Sammel- und Handelswelten unmittelbar aufeinander. Das ist auch aus Sicht der Edelmetall- und Münzbranche interessant, denn die Überschneidungen sind größer, als es zunächst erscheint.
Historische Gold- und Silbermünzen verbinden Edelmetall mit Geschichte und Numismatik. Medaillen wiederum können neben Bronze und anderen Metallen ebenfalls aus Silber oder Gold bestehen. Gleichzeitig interessieren sich manche Sammler sowohl für Münzen als auch für Mineralien, Meteoriten, Edelsteine oder historische Objekte.
Die gesamte Munich Show erstreckt sich 2026 über fünf Messehallen. Der Veranstalter nennt für die Gesamtveranstaltung mehr als 1.100 Aussteller aus zahlreichen Ländern. Die Numismatik bildet darin einen eigenen Bereich und startet – anders als die Gesamtmesse – erst am Freitag.
Was Besucher für das Wochenende wissen sollten
Wer ausschließlich wegen der Münzen nach München fährt, sollte seinen Besuch für Samstag, den 24. Oktober, oder Sonntag, den 25. Oktober 2026 planen. Freitag ist im Numismatikbereich dem registrierten Fachhandel vorbehalten. Für Privatbesucher sind Samstag und Sonntag jeweils von 9:00 bis 18:00 Uhr die entscheidenden Termine.
Die Anreise erfolgt über den Eingang WEST der Messe München. Für Autofahrer stehen unter anderem das Parkhaus West sowie der Parkplatz P10 zur Verfügung. Da sich Angaben zu Tickets, Ausstellern und organisatorischen Details bis zum Messetermin noch ändern können, empfiehlt sich kurz vor der Anreise ein Blick auf die offiziellen Besucherinformationen der Munich Show.
Für die deutsche Numismatik ist besonders interessant, ob sich das neue Konzept dauerhaft etablieren kann. München besitzt mit seinen Museen, dem Münzkabinett, der Bayerischen Numismatischen Gesellschaft und einer langen geldgeschichtlichen Tradition bereits ein starkes numismatisches Umfeld. Mit dem neuen Messebereich kommt 2026 eine große Handels- und Publikumsplattform hinzu. Für Sammler ist deshalb insbesondere das Wochenende vom 24. und 25. Oktober ein Termin, den man im Münzkalender vormerken kann.
01.10.2026 - Tobias Dalacker - info@muenzkauf.de
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