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Weltbank setzt 19 Milliarden Dollar für Rohstoffe ein

Die Weltbank will ihre Finanzierung kritischer Mineralien bis 2030 massiv ausbauen und neue Förder- und Verarbeitungskapazitäten unterstützen.

 

Die Weltbank kündigt eine deutliche Ausweitung ihrer Finanzierung für kritische Rohstoffe an. Wie Weltbank-Präsident Ajay Banga am 16. Oktober 2026 bei der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds in Bangkok erklärte, soll das Engagement innerhalb von fünf Jahren auf mehr als das Fünffache steigen.

Der neue Finanzierungsplan sieht für die Geschäftsjahre 2026 bis 2030 insgesamt 19 Milliarden US-Dollar vor. Im vorherigen Fünfjahreszeitraum waren es lediglich 3,6 Milliarden Dollar. Die Mittel sollen unter anderem durch öffentliche Finanzierungen, private Kapitalmobilisierung und Garantien bereitgestellt werden.

 

20 Länder für neue Rohstoffprojekte im Blick

 

Abbau kritischer Rohstoffe in einem Tagebau mit Baggern und mineralhaltigem Gestein

Die Weltbank hat bereits 20 Länder für mögliche Partnerschaften identifiziert. Erste Vereinbarungen wurden unter anderem mit Argentinien, Indien, Kasachstan und Sambia auf den Weg gebracht. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau der Rohstoffförderung, die Weiterverarbeitung vor Ort sowie Investitionen in Infrastruktur und Arbeitsplätze.

Besonders relevant sind kritische Mineralien wie Kupfer, Lithium, Graphit und Seltene Erden. Diese werden für Elektromobilität, Energietechnik, Halbleiter und zahlreiche industrielle Anwendungen benötigt.

 

USA drängen auf stärkere Rohstofffinanzierung

 

Die Vereinigten Staaten hatten als größter Anteilseigner der Weltbank auf ein stärkeres Engagement bei kritischen Rohstoffen gedrängt. US-Finanzminister Scott Bessent fordert insbesondere zusätzliche Investitionen in Bergbau, Verarbeitung und Infrastruktur, um internationale Lieferketten breiter aufzustellen.

Auch Tiefseebergbau wurde von amerikanischer Seite angesprochen. Die Weltbank verfolgt hierbei allerdings einen vorsorgenden Ansatz und verweist auf ihre Umwelt- und Sozialstandards.

Für die internationale Rohstoffwirtschaft ist die Ankündigung ein wichtiges Signal: Zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten könnten bislang schwer realisierbare Projekte wirtschaftlich ermöglichen. Ob daraus tatsächlich neue Förderkapazitäten entstehen, hängt jedoch von Genehmigungen, Infrastruktur, Rohstoffpreisen und der Umsetzung vor Ort ab.

Quellen: Weltbank – Neue Rohstoffpartnerschaften und Rede von Weltbank-Präsident Ajay Banga.

 

16.10.2026 - Tobias Dalacker - info@muenzkauf.de

 

 

 






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