Warum sind kleine Centmünzen magnetisch?
Sie sehen aus wie Kupfer, enthalten aber vor allem Stahl. Was im Kleingeld steckt und warum ein Magnet den Unterschied zeigt.
Ein Magnet zieht eine 1-Cent-Münze deutlich an. Auch 2- und 5-Cent-Münzen bleiben daran haften. Bei den größeren, goldfarbenen Centmünzen funktioniert das dagegen nicht. Der Grund liegt im unterschiedlichen Materialaufbau der Euro-Münzen.
Unter der Kupferschicht steckt Stahl

Die kleinen roten Euro-Cent-Münzen bestehen nicht vollständig aus Kupfer. Ihr Kern wird aus Stahl gefertigt und anschließend mit einer Kupferauflage versehen. Diese sorgt für das typische rötliche Aussehen.
Stahl ist aufgrund seines Eisenanteils magnetisierbar. Deshalb werden die drei kleinsten Euro-Münzen von einem gewöhnlichen Magneten deutlich angezogen. Die Deutsche Bundesbank bestätigt diese Materialzusammensetzung und die starke Magnetisierbarkeit.
Gewicht und Größe der kleinen Centmünzen
Alle drei Münzwerte besitzen einen kupferbeschichteten Stahlkern. Sie unterscheiden sich jedoch in Gewicht, Durchmesser und Randgestaltung.
Quelle der technischen Angaben: Europäische Kommission – technische Daten der Euro-Münzen.
Warum reagieren größere Centmünzen anders?
Die 10-, 20- und 50-Cent-Münzen bestehen dagegen aus einer besonderen Kupferlegierung, dem sogenannten Nordischen Gold. Dieses Material ist nicht magnetisierbar und enthält trotz seiner goldähnlichen Farbe kein Gold.
Mehr über diese Legierung erfahren Leser in unserem Beitrag Nordisches Gold steckt in unseren Centmünzen.
Der Magnettest kann damit einen einfachen Hinweis auf die Materialzusammensetzung liefern. Als alleiniger Echtheitsnachweis ist er allerdings ungeeignet.
Häufige Fragen zu magnetischen Centmünzen
Sind 1-, 2- und 5-Cent-Münzen aus reinem Kupfer?
Nein. Die Münzen bestehen aus einem Stahlkern mit einer dünnen Kupferauflage. Sie sehen deshalb kupferfarben aus, obwohl der Hauptbestandteil Stahl ist.
Warum bleiben 10-, 20- und 50-Cent-Münzen nicht am Magneten haften?
Diese Münzen bestehen aus Nordischem Gold, einer nicht magnetisierbaren Legierung aus Kupfer, Aluminium, Zink und Zinn. Sie enthalten keinen Stahlkern.
Können kleine Euro-Cent-Münzen rosten?
Ja. Wird die schützende Kupferauflage beschädigt und der Stahlkern Feuchtigkeit ausgesetzt, kann Korrosion entstehen. Besonders bei stark beschädigten Münzen sind deshalb Rostspuren möglich.
03.11.2026 - Rina Teitscheid - edelmetalle-aktuell@muenzkauf.de
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Quelle: https://blog.muenzkauf.de/Warum-sind-1-2-und-5-Cent-Muenzen-magnetisch-03112026