1 Kilo Lunar II Silber Schlange 2013

Die australische Kilomünze der Perth Mint verbindet ein Kilogramm Feinsilber mit dem Jahr der Schlange – Motiv, Prägedaten, Auflage und Sammlerwert im Überblick.

Von Tobias Dalacker

Inhaltsverzeichnis

Die 1 Kilo Lunar II Silber Schlange 2013 gehört zu den großformatigen Anlagemünzen der australischen Perth Mint. Sie wurde im Rahmen der zweiten Lunar-Serie zum chinesischen Jahr der Schlange ausgegeben und besteht aus Silber mit einer Feinheit von 999/1000. Mit einem Gewicht von einem Kilogramm, einem Nennwert von 30 australischen Dollar und einem Durchmesser von rund 101 Millimetern zählt sie zu den besonders eindrucksvollen Silberausgaben dieser Münzserie.

Für Sammler ist die Ausgabe nicht nur wegen ihres hohen Silbergehalts interessant. Das jährlich wechselnde Tiermotiv, die abgeschlossene Lunar-II-Serie und die dokumentierten Prägezahlen verleihen der Münze einen eigenständigen numismatischen Charakter. Dabei ist zwischen ihrem reinen Metallwert und einem möglichen Sammleraufschlag zu unterscheiden.

 

Das Schlangenmotiv der Lunar-II-Ausgabe 2013

 

Die Motivseite zeigt eine Schlange, die sich an einem Baumast entlangschlängelt. Die Darstellung ist von einer natürlichen Umgebung geprägt und verbindet fein ausgearbeitete Schuppenstrukturen mit der Oberfläche des Astes und dem Blattwerk. Ergänzt wird das Motiv durch das chinesische Schriftzeichen für Schlange, die englische Bezeichnung „Year of the Snake“ und das Prägezeichen „P“ der Perth Mint.

Die Schlange ist das sechste Tierzeichen des chinesischen Tierkreises. In der traditionellen Symbolik wird sie unter anderem mit Klugheit, Beobachtungsgabe und Besonnenheit verbunden. Das chinesische Neujahrsfest 2013 begann am 10. Februar und leitete das Jahr der Wasserschlange ein.

Die Gestaltung macht die Münze auch unabhängig vom jeweiligen Silberpreis interessant. Während klassische Anlagemünzen häufig über viele Jahre dasselbe Hauptmotiv tragen, unterscheiden sich die Jahrgänge der Lunar-Serie durch ihre wechselnden Tierdarstellungen.

 

Wertseite mit Königin Elizabeth II.

 

1 Kilo Lunar II Silbermünze Schlange 2013 aus Australien mit Schlangenmotiv und Porträt von Königin Elizabeth II.

Auf der Wertseite befindet sich das Porträt von Königin Elizabeth II. nach einem Entwurf des britischen Bildhauers Ian Rank-Broadley. Die Königin ist mit Diadem im Profil dargestellt.

Die Umschrift nennt „Elizabeth II“, „Australia“ sowie die technischen Angaben „1 KG“, „999 SILVER“, das Prägejahr 2013 und den Nennwert von 30 Dollars. Die Initialen „IRB“ verweisen auf den Porträtgestalter.

Der Nennwert dokumentiert den Status als australisches gesetzliches Zahlungsmittel. Er entspricht jedoch nicht dem Materialwert. Bereits das enthaltene Kilogramm Silber besitzt einen wesentlich höheren Marktwert als die aufgeprägten 30 australischen Dollar.

 

Gewicht, Silbergehalt und technische Eigenschaften

 

Die Lunar-II-Schlange von 2013 wurde als reguläre Silber-Bullionmünze mit einem Kilogramm Gewicht und einer Feinheit von 999/1000 hergestellt. Damit besteht die Münze nahezu vollständig aus Silber. Der rechnerische Feinsilberanteil beträgt bei 1.000 Gramm Gesamtgewicht und 999er Feinheit 999 Gramm.

Der Durchmesser liegt bei rund 101 Millimetern, die Dicke bei ungefähr 14,6 Millimetern. Die Münze besitzt einen geriffelten Rand und wurde in der für Anlagemünzen üblichen Stempelglanzqualität ausgegeben.

Das Kilogrammformat entspricht rund 32,15 internationalen Feinunzen Gesamtgewicht. Bei der Bewertung ist jedoch der tatsächliche Feinsilbergehalt maßgeblich. Die große Oberfläche ermöglicht eine besonders detaillierte Wiedergabe des Schlangenmotivs.

Die Perth Mint mit Sitz in Perth, Westaustralien, gehört zu den international bekannten Herstellern von Edelmetallmünzen. Ihre Lunar-Prägungen orientieren sich am zwölfjährigen Zyklus des chinesischen Tierkreises.

 

Auflage der 1-Kilo-Silbermünze Schlange 2013

 

Bei der regulären 1-Kilo-Bullionausgabe der Lunar-II-Schlange gab es keine feste maximale Auflagenbegrenzung. Die Perth Mint führte diese Variante mit einer unbegrenzten Höchstauflage. Dennoch ist die tatsächlich dokumentierte Produktions- beziehungsweise Verkaufsmenge für Sammler von Bedeutung.

Die offizielle Auflagenübersicht der Perth Mint nennt für die 1-Kilo-Silbermünze Schlange 2013 insgesamt 32.983 Exemplare. Diese Angabe bezieht sich auf die reguläre Bullionausgabe und darf nicht mit den Auflagen besonderer Proof-, Farb- oder Sammlervarianten verwechselt werden.

Zum Vergleich: Die 1-Kilo-Silbermünze Drache 2012 erreichte laut derselben Übersicht 57.348 Exemplare, während für das Jahr des Pferdes 2014 insgesamt 39.727 Exemplare ausgewiesen werden.

Die offiziellen Zahlen sind in der Auflagenstatistik der Perth Mint zur Lunar-Serie II dokumentiert.

Eine niedrigere Auflage kann die Sammlerattraktivität unterstützen. Sie bedeutet allerdings nicht automatisch einen höheren Marktpreis, denn auch die Nachfrage nach dem jeweiligen Jahrgang entscheidet über den tatsächlich erzielbaren Aufschlag.

 

Die Lunar-Serie II und ihre Bedeutung für Sammler

 

Die zweite australische Lunar-Serie begann 2008 mit dem Jahr der Maus beziehungsweise Ratte und endete 2019 mit dem Jahr des Schweins. Sie umfasst damit einen vollständigen zwölfjährigen Tierkreiszyklus.

Die Schlange von 2013 nimmt innerhalb dieser Reihe die sechste Position ein. Sammler, die sämtliche zwölf Tiermotive zusammenstellen möchten, benötigen daher auch diesen Jahrgang.

Die Serie wurde in unterschiedlichen Edelmetallen und Stückelungen hergestellt. Neben Silberausgaben erschienen Goldmünzen, und innerhalb der Silberreihe gab es verschiedene Gewichtsgrößen und Sonderausführungen.

Bei der Suche nach einer vollständigen Sammlung ist die genaue Unterscheidung zwischen Lunar I, Lunar II und Lunar III wichtig. Obwohl sich die Tierzeichen alle zwölf Jahre wiederholen, handelt es sich um eigenständige Prägeserien mit unterschiedlichen Motiven und technischen Merkmalen.

 

Wie wird der Wert der Kilomünze bestimmt?

 

Der Marktwert der 1 Kilo Lunar II Silber Schlange 2013 setzt sich im Wesentlichen aus dem Silberwert und einem möglichen Aufschlag für die konkrete Münzausgabe zusammen.

Der reine Metallwert lässt sich anhand des aktuellen Silberpreises und des enthaltenen Feinsilbers ermitteln. Wird der Silberpreis je Feinunze angegeben, ist die entsprechende Feinsilbermenge in Feinunzen umzurechnen.

Ein zusätzlicher Sammleraufschlag kann sich aus der Nachfrage nach dem Jahrgang, dem Erhaltungszustand und der Verfügbarkeit vergleichbarer Exemplare ergeben. Auch die Originalkapsel und eine möglichst unbeschädigte Münzoberfläche können beim Wiederverkauf von Bedeutung sein.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Angebotspreisen und tatsächlich erzielten Verkaufspreisen. Einzelne hoch angesetzte Inserate belegen noch keinen entsprechenden Marktwert.

Bei der Preisbeurteilung sollten außerdem Händlerankaufs- und Verkaufspreise sowie mögliche Versand- und Versicherungskosten berücksichtigt werden. Gerade bei einem Kilogramm Silber können sich Preisunterschiede in absoluten Eurobeträgen deutlich bemerkbar machen.

 

Erhaltung, Milchflecken und richtige Aufbewahrung

 

Große Silbermünzen benötigen eine sorgfältige Aufbewahrung. Die 1-Kilo-Lunar-II-Schlange wird üblicherweise in einer schützenden Münzkapsel aufbewahrt. Diese reduziert das Risiko von Kratzern, Fingerabdrücken und anderen mechanischen Beschädigungen.

Wie bei anderen modernen Silberanlagemünzen können im Laufe der Zeit Oberflächenveränderungen auftreten. Dazu gehören Anlaufspuren und sogenannte Milchflecken. Solche Veränderungen sind nicht grundsätzlich ein Zeichen für eine Fälschung, können aber die optische Erhaltung und den erzielbaren Verkaufspreis beeinflussen.

Eine Reinigung mit handelsüblichen Silberputzmitteln ist bei Sammlermünzen problematisch. Selbst kleine Veränderungen der ursprünglichen Oberfläche können für anspruchsvolle Sammler wertmindernd sein.

Empfehlenswert sind eine trockene, möglichst temperaturstabile Lagerung, eine passende Kapsel und die Vermeidung direkter Berührungen der Münzflächen.

 

Original und Sonderausgaben richtig unterscheiden

 

Von der Lunar-II-Schlange 2013 existieren neben der regulären Bullionmünze verschiedene Sammlerausführungen. Dazu gehören unter anderem Proof-Prägungen, kolorierte Ausgaben und Varianten mit zusätzlichen Gestaltungselementen.

Die reguläre 1-Kilo-Silbermünze ist an ihrem klassischen, nicht kolorierten Schlangenmotiv zu erkennen. Für eine genaue Identifikation sollten Gewicht, Durchmesser, Randgestaltung, Umschriften und Motivdetails gemeinsam geprüft werden.

Bei der Echtheitsprüfung sind insbesondere eine präzise Gewichtskontrolle und die Überprüfung der Abmessungen sinnvoll. Professionelle Prüfverfahren können zusätzlich die Materialeigenschaften untersuchen. Ein Magnettest allein reicht als Echtheitsnachweis nicht aus.

Bei auffälligen Abweichungen oder Zweifeln empfiehlt sich die Prüfung durch einen entsprechend ausgestatteten Fachbetrieb. Insbesondere bei hochpreisigen Kilomünzen ist eine zuverlässige Identifikation wichtiger als eine bloße optische Einschätzung.

 

Fazit zur Lunar-II-Silbermünze Schlange 2013

 

Die 1 Kilo Lunar II Silber Schlange 2013 vereint einen hohen Edelmetallgehalt mit einer abgeschlossenen und international bekannten Münzserie. Das detailreiche Tiermotiv, die australische Herkunft und die offiziell dokumentierten 32.983 Exemplare der regulären Bullionausgabe machen sie zu einem interessanten Jahrgang innerhalb der Lunar-II-Reihe.

Ihr Wert bleibt eng mit dem Silberpreis verbunden. Darüber hinaus können Sammlernachfrage, Erhaltung und die Verfügbarkeit des Jahrgangs einen zusätzlichen Aufschlag begründen. Wer die Münze bewertet, sollte deshalb sowohl den Materialwert als auch reale Vergleichspreise berücksichtigen.

Häufige Fragen zur 1 Kilo Lunar II Schlange 2013

Wie hoch ist die Auflage der 1 Kilo Lunar II Schlange 2013?

Die Perth Mint weist für die reguläre 1-Kilo-Bullionausgabe 32.983 Exemplare aus. Eine feste maximale Auflagenbegrenzung bestand für diese Variante nicht.

Wie viel Feinsilber enthält die Lunar-II-Schlange von 2013?

Die Münze besitzt ein Gesamtgewicht von einem Kilogramm und eine Feinheit von 999/1000. Daraus ergibt sich rechnerisch ein Feinsilbergehalt von 999 Gramm.

Ist die 1-Kilo-Silbermünze Schlange 2013 eine Sammlermünze oder Anlagemünze?

Die reguläre Ausgabe wurde als Bullionmünze hergestellt. Durch das jährlich wechselnde Motiv und die abgeschlossene Lunar-II-Serie besitzt sie zugleich Sammlerinteresse.

Kann die Lunar-II-Schlange 2013 mehr wert sein als ihr Silbergehalt?

Ja. Neben dem reinen Silberwert kann ein Sammleraufschlag entstehen. Entscheidend sind insbesondere Nachfrage, Erhaltungszustand und tatsächlich erzielte Marktpreise.

 

30.10.2026 - Tobias Dalacker -  edelmetalle-aktuell@muenzkauf.de

 

 

 






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