Börsen unter Druck vor den US-Wahlen
DAX kämpft um 26.000 Punkte, Technologieaktien verlieren und Gold gibt nach. Die US-Zwischenwahlen erhöhen die Nervosität.
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Die internationalen Finanzmärkte starten am Dienstag, dem 3. November 2026, mit wachsender Unsicherheit in den Handel. Während sich der DAX zum Wochenbeginn noch behaupten konnte, belasten Kursverluste amerikanischer Technologieunternehmen und die heutigen US-Zwischenwahlen die Stimmung. Auch Gold, Silber und Rohöl stehen unter dem Einfluss geopolitischer Entwicklungen.
Der deutsche Leitindex beendete den Montag mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 25.981 Punkten. Am Dienstagmorgen deuteten die Terminmärkte jedoch auf einen schwächeren Handelsstart hin. Die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten bleibt damit vorerst eine Hürde.
DAX und Wall Street – Technologieaktien belasten

Die amerikanischen Aktienmärkte entwickelten sich zum Wochenauftakt uneinheitlich. Während der Dow Jones rund 0,4 Prozent gewann, verlor der S&P 500 etwa 0,5 Prozent. Der technologielastige Nasdaq Composite gab sogar 1,1 Prozent nach.
Besonders Unternehmen aus den Bereichen künstliche Intelligenz und Halbleiter geraten unter Druck. Anleger hinterfragen zunehmend, ob die hohen Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur künftig ausreichende Gewinne erwirtschaften werden.
Auch in Asien hinterließ die Schwäche der Technologiebranche deutliche Spuren. Südkoreanische und taiwanische Aktien verloren am Dienstag zeitweise mehrere Prozent. Die Börse in Tokio blieb wegen eines Feiertags geschlossen.
Gold und Silber geben einen Teil ihrer Gewinne ab
Am Edelmetallmarkt zeigt sich ebenfalls eine vorsichtige Haltung. Gold wurde am Dienstagmorgen im internationalen Handel bei ungefähr 3.920 US-Dollar je Feinunze gehandelt. Silber notierte zeitweise bei rund 49,30 US-Dollar. Beide Metalle gaben damit einen Teil ihrer vorherigen Erholung ab.
Für die weitere Entwicklung bleiben die amerikanischen Anleiherenditen, der US-Dollar und die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve entscheidend. Sinkende Renditen können zinslose Edelmetalle unterstützen. Ein stärkerer Dollar kann dagegen zusätzlichen Preisdruck auslösen.
Die unterschiedlichen Einflussfaktoren auf Gold und Silber wurden bereits im Beitrag Gold erholt sich – Ölpreise geben deutlich nach eingeordnet.
Ölpreis bleibt ein geopolitischer Risikofaktor
Nach dem deutlichen Preisrückgang zu Wochenbeginn bleibt der Ölmarkt angespannt. Die Nordseesorte Brent bewegte sich am Dienstagmorgen wieder im Bereich von 105 US-Dollar je Barrel.
Im Mittelpunkt stehen die diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und Iran sowie die weiterhin bestehenden militärischen Risiken im Nahen Osten. Neue Eskalationen könnten die Ölpreise erneut steigen lassen und damit die Inflationssorgen verstärken.
Für Aktienmärkte wäre ein erneuter kräftiger Ölpreisanstieg problematisch. Höhere Energiekosten belasten Unternehmen und Verbraucher und könnten die Spielräume der Notenbanken bei möglichen Zinssenkungen einschränken.
US-Zwischenwahlen könnten die Märkte neu ausrichten
Der wichtigste politische Termin des Tages sind die amerikanischen Kongresswahlen. Die Demokraten hoffen auf eine Mehrheit im Repräsentantenhaus, während die Mehrheitsverhältnisse im Senat besonders umkämpft bleiben.
Ein Machtwechsel in einer oder beiden Kammern könnte die wirtschaftspolitischen Handlungsmöglichkeiten von Präsident Donald Trump erheblich verändern. Besonders Steuerpolitik, Staatsausgaben, Handelspolitik und die Finanzierung öffentlicher Programme stehen im Blickpunkt der Investoren.
Für Gold und andere Edelmetalle sind dabei weniger die Wahlergebnisse allein als vielmehr die anschließenden Reaktionen an den Devisen- und Anleihemärkten entscheidend.
Eine Übersicht der weiteren wichtigen Wirtschaftstermine bietet der Beitrag Gold und Silber vor einer entscheidenden Börsenwoche.
Ausblick – Die Nervosität dürfte anhalten
Für den weiteren Dienstag ist mit einem zurückhaltenden und möglicherweise schwankungsreichen Handel zu rechnen. Neben den US-Wahlen stehen amerikanische Arbeitsmarktdaten und neue Unternehmenszahlen im Fokus.
Am Mittwoch könnten die ersten Wahlergebnisse sowie neue Inflationsdaten aus dem Euroraum zusätzliche Marktbewegungen auslösen.
Die entscheidende Frage bleibt, ob die Aktienmärkte trotz hoher Bewertungen und geopolitischer Unsicherheit ihre Stabilität bewahren können. Für Gold und Silber könnte eine zunehmende Risikoaversion Unterstützung bieten. Steigende Renditen und ein fester Dollar würden dagegen eher belasten.
Markteinordnung vom 3. November 2026, Vormittag. Die genannten Kurse sind Momentaufnahmen beziehungsweise Schlussstände des Vortages und keine fortlaufenden Echtzeitnotierungen.
03.11.2026 - Rina Teitscheid - edelmetalle-aktuell@muenzkauf.de
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Quelle: https://blog.muenzkauf.de/Boerse-Maerkte-am-3-November-2026-DAX-Gold-und-US-Wahlen-03112026