5 Reichsmark aus Silber – was sind sie wert?
Von der Weimarer Republik bis 1939: Welche Silbermünzen häufig sind, welche Ausgaben Sammler suchen und wie sich ihr Wert bestimmen lässt.
Inhaltsverzeichnis
Eine alte 5-Reichsmark-Münze aus Silber kann ein interessantes historisches Sammlerstück sein. Doch nicht jede Münze mit diesem Nennwert ist automatisch selten oder besonders wertvoll. Während zahlreiche Ausgaben aus den 1920er- und 1930er-Jahren in großen Stückzahlen geprägt wurden, können bestimmte Jahrgänge, Prägestätten und Gedenkmotive deutlich höhere Sammlerpreise erzielen.
Wer den 5 Reichsmark Silber Wert bestimmen möchte, muss deshalb genauer hinsehen. Entscheidend sind neben dem Silbergehalt vor allem das Prägejahr, der Münzbuchstabe, das Motiv und die Erhaltung. Auch die Echtheit spielt eine wichtige Rolle, denn insbesondere bei seltenen Varianten sind Fälschungen und manipulierte Stücke bekannt.
Dieser Überblick erklärt die wichtigsten Unterschiede zwischen den historischen Fünf-Reichsmark-Münzen, zeigt die Berechnung des Silberwertes und hilft dabei, gewöhnliche Umlaufmünzen von numismatisch interessanten Exemplaren zu unterscheiden.
Die Geschichte der 5-Reichsmark-Silbermünzen
Die Reichsmark wurde 1924 als deutsche Währung eingeführt und löste die Übergangswährung Rentenmark schrittweise als gesetzliches Zahlungsmittel ab. Die silbernen Fünf-Reichsmark-Stücke gehören heute zu den bekannten Sammelgebieten der deutschen Numismatik.
Die Ausgaben lassen sich in zwei historische Hauptgruppen einteilen: die Münzen der Weimarer Republik und die Prägungen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Beide Gruppen unterscheiden sich hinsichtlich Gestaltung, Legierung und teilweise auch ihrer numismatischen Bedeutung.
Während die Weimarer Republik unter anderem den Eichbaum als Symbol verwendete, erschienen ab 1933 neue Gedenk- und Umlaufmünzen. Zu den bekanntesten Motiven gehören die Potsdamer Garnisonkirche und das Porträt des früheren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg.
Die Münzen der Jahre 1933 bis 1939 sind zugleich historische Zeugnisse der nationalsozialistischen Diktatur. Ihre Motive und staatlichen Symbole sind im politischen und zeitgeschichtlichen Zusammenhang ihrer Entstehung zu betrachten. Ihr heutiger Sammlerwert ergibt sich aus numismatischen Kriterien und bedeutet keine positive Bewertung der damaligen politischen Verhältnisse.
Wie viel Silber steckt in 5 Reichsmark?

Eine wichtige Besonderheit historischer Fünf-Reichsmark-Münzen ist der unterschiedliche Feingehalt. Nicht alle Ausgaben bestehen aus derselben Silberlegierung.
Die verbreiteten Eichbaum-Münzen der Weimarer Republik enthalten 500 Tausendteile Silber. Sie besitzen ein Raugewicht von 25 Gramm. Daraus ergibt sich ein Feinsilbergehalt von 12,5 Gramm.
Bei den späteren Ausgaben mit Garnisonkirche und Hindenburg-Porträt wurde dagegen überwiegend eine Legierung aus 900 Tausendteilen Silber verwendet. Diese Münzen wiegen rund 13,89 Gramm und enthalten ebenfalls 12,5 Gramm reines Silber.
Damit ergibt sich ein bemerkenswerter Zusammenhang: Obwohl sich Gewicht und Silberfeinheit deutlich unterscheiden, besitzen diese verbreiteten Münztypen denselben Feinsilbergehalt.
Die wichtigsten Münzdaten im Überblick:
- 5 Reichsmark Eichbaum: 25 Gramm Raugewicht, 500/1000 Silber, 12,5 Gramm Feinsilber.
- 5 Reichsmark Garnisonkirche: rund 13,89 Gramm Raugewicht, 900/1000 Silber, 12,5 Gramm Feinsilber.
- 5 Reichsmark Hindenburg: rund 13,89 Gramm Raugewicht, 900/1000 Silber, 12,5 Gramm Feinsilber.
- Feinsilbermenge: jeweils rund 0,4019 Feinunzen.
Die Angaben gelten für die genannten regulären Münztypen. Bei anderen historischen Gedenkausgaben sollten die technischen Daten stets anhand des konkreten Münztyps überprüft werden.
Die unterschiedlichen Gewichte sind zugleich ein wichtiger Ansatzpunkt bei der Echtheitsprüfung. Eine angebliche Hindenburg-Münze mit dem Gewicht einer Eichbaum-Ausgabe wäre beispielsweise ein deutlicher Warnhinweis.
5 Reichsmark Eichbaum – die Münzen der Weimarer Republik
Zu den bekanntesten Silbermünzen der Weimarer Republik zählt das Fünf-Reichsmark-Stück mit dem Eichbaum. Es wurde von 1927 bis 1933 geprägt und zeigt einen stilisierten Eichenbaum, umgeben von der Umschrift „Einigkeit und Recht und Freiheit“.
Die andere Münzseite trägt den Reichsadler sowie die Wertangabe. Der Eichbaum sollte Beständigkeit und nationale Verbundenheit symbolisieren.
Viele Eichbaum-Ausgaben sind bis heute vergleichsweise gut verfügbar. Insbesondere die Jahrgänge 1928, 1931 und 1932 wurden in mehreren Prägestätten in großen Stückzahlen hergestellt.
Allerdings ist die Auflage nicht für alle Kombinationen aus Jahrgang und Münzzeichen gleich. Einzelne Varianten sind deutlich seltener. Ein Beispiel ist die Ausgabe von 1933 mit dem Münzzeichen J, die eine wesentlich geringere Auflage als viele frühere Eichbaum-Prägungen besitzt.
Bei der Bewertung muss deshalb zwischen einem häufigen Eichbaum-Stück mit deutlichen Umlaufspuren und einer seltenen Kombination in besonders guter Erhaltung unterschieden werden.
Auch scheinbar gewöhnliche Jahrgänge können in außergewöhnlich guter, ursprünglich erhaltener Qualität interessant sein. Eine Münze mit erhaltenem Prägeglanz ist numismatisch anders zu bewerten als ein stark abgenutztes Exemplar desselben Jahrgangs.
5 Reichsmark Garnisonkirche und Hindenburg
Ab 1933 veränderte sich die Gestaltung der deutschen Silbermünzen. Die 5-Reichsmark-Gedenkmünze zur Potsdamer Garnisonkirche wurde 1934 zunächst mit Datum im Motiv ausgegeben. Daneben erschienen 1934 und 1935 Ausführungen ohne dieses Datum.
Die Garnisonkirche war historisch mit dem sogenannten Tag von Potsdam am 21. März 1933 verbunden. Die Münzgestaltung ist daher nicht nur numismatisch, sondern auch zeitgeschichtlich einzuordnen.
Die Ausgabe mit Datum unterscheidet sich von der späteren Variante ohne Datum. Diese Unterscheidung kann für die Bewertung relevant sein, weil sich Auflagen und Marktverfügbarkeit unterscheiden.
Ab 1935 kamen Fünf-Reichsmark-Münzen mit dem Porträt Paul von Hindenburgs hinzu. Bei diesen Stücken sind insbesondere die verschiedenen Adlerdarstellungen zu beachten.
Die frühen Hindenburg-Ausgaben von 1935 und 1936 zeigen eine andere Adlergestaltung als die späteren Prägungen mit nationalsozialistischem Hoheitszeichen. Die späteren Varianten wurden bis 1939 ausgegeben.
Viele dieser Hindenburg-Münzen sind keine ausgesprochenen Seltenheiten. Sie wurden in großen Stückzahlen hergestellt und sind heute regelmäßig auf dem Sammlermarkt anzutreffen.
Der Sammlerwert kann dennoch steigen, wenn eine bestimmte Kombination aus Jahrgang, Münzzeichen und Erhaltung deutlich seltener vorkommt als gewöhnliche Umlaufstücke.
Welche 5-Reichsmark-Jahrgänge sind besonders wertvoll?
Ein verbreiteter Irrtum besteht darin, dass allein das Alter einer Silbermünze ihren Wert bestimmt. Tatsächlich kann ein gut erhaltenes Stück eines seltenen Jahrgangs erheblich gefragter sein als eine deutlich ältere Münze mit hoher Auflage.
Bei den Eichbaum-Münzen verdienen insbesondere seltenere Jahrgang-Prägestätten-Kombinationen Aufmerksamkeit. Dazu gehört die Ausgabe 1933 J. Auch andere Varianten können in hervorragender Erhaltung erhebliche Sammleraufschläge erreichen.
Unter den Gedenkmünzen der frühen 1930er-Jahre sind beispielsweise die Ausgaben zum 450. Geburtstag Martin Luthers von 1933 und zum 175. Geburtstag Friedrich Schillers von 1934 von besonderem numismatischem Interesse.
Gerade die Schiller-Gedenkmünze gehört zu den bekannten deutschen Silbergedenkmünzen, deren Wert wesentlich durch die geringe Verfügbarkeit und die Erhaltung bestimmt wird.
Bei den häufigeren Hindenburg-Ausgaben und den regulären Garnisonkirchen-Prägungen liegt der Marktwert dagegen oft wesentlich näher am Silberwert als bei seltenen Gedenkprägungen.
Wichtig: Eine pauschale Liste angeblich wertvoller Jahrgänge reicht für eine seriöse Bewertung nicht aus. Entscheidend ist immer die vollständige Münzbestimmung einschließlich Motiv, Prägejahr, Münzzeichen und Erhaltungsgrad.
Was sind 5 Reichsmark aus Silber heute wert?
Der tatsächliche Wert einer historischen Silbermünze setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Zunächst besitzt sie einen rechnerischen Edelmetallwert. Hinzu kommt gegebenenfalls ein Sammleraufschlag.
Für die verbreiteten Fünf-Reichsmark-Typen mit 12,5 Gramm Feinsilber lässt sich der reine Silberwert nach folgender Formel bestimmen:
Silberwert = 12,5 Gramm × aktueller Silberpreis je Gramm Feinsilber
Alternativ kann der internationale Silberpreis je Feinunze verwendet werden:
Silberwert = Silberpreis je Feinunze × 0,4019
Liegt der Silberpreis beispielsweise rechnerisch bei 2 Euro je Gramm Feinsilber, beträgt der reine Metallwert rund 25 Euro. Dieses Beispiel ist ausdrücklich kein tagesaktueller Kurs und keine Marktpreisangabe für eine konkrete Münze.
Der Sammlerpreis kann darüber liegen. Bei häufigen, deutlich umlaufgeschädigten Münzen ist der zusätzliche Aufschlag häufig begrenzt. Seltene Varianten in sehr guter Erhaltung können dagegen ein Vielfaches ihres Metallwertes erzielen.
Für eine realistische Bewertung sollten Sammler folgende Größen unterscheiden:
- Silberwert: rechnerischer Wert des enthaltenen Feinsilbers.
- Händlerankaufspreis: Betrag, den ein Händler für ein konkretes Stück bietet.
- Händlerverkaufspreis: Angebotspreis einschließlich Handelsspanne und gegebenenfalls steuerlicher Belastungen.
- Auktionsergebnis: tatsächlich erzielter Zuschlag beziehungsweise Gesamtpreis einer vergleichbaren Münze.
Ein hoher Angebotspreis im Internet beweist noch keinen entsprechenden Marktwert. Aussagekräftiger sind mehrere aktuelle, tatsächlich abgeschlossene Verkäufe von Münzen derselben Variante und vergleichbarer Erhaltung.
Auch der aktuelle Silberkurs sollte berücksichtigt werden. Da der Edelmetallanteil bei vielen häufigen Reichsmark-Münzen einen wesentlichen Teil des Wertes ausmacht, verändert sich ihre rechnerische Untergrenze mit dem Silbermarkt.
Prägestätten und Münzzeichen richtig erkennen
Auf historischen deutschen Münzen kennzeichnet ein kleiner Buchstabe die Prägestätte. Diese Kennzeichnung ist für die numismatische Bestimmung häufig unverzichtbar.
Bei den Fünf-Reichsmark-Ausgaben der betrachteten Zeit begegnen Sammlern insbesondere folgende Münzzeichen:
- A: Berlin
- D: München
- E: Muldenhütten
- F: Stuttgart
- G: Karlsruhe
- J: Hamburg
Welche Prägestätten an einer bestimmten Ausgabe beteiligt waren, hängt vom jeweiligen Münztyp und Prägejahr ab. Nicht jeder Buchstabe kommt bei jeder Münze vor.
Besonders wichtig ist die Kombination aus Jahrgang und Münzzeichen. Eine Münze aus Berlin kann in einem Jahrgang häufig sein, während eine Ausgabe derselben Serie aus einer anderen Prägestätte deutlich seltener vorkommt.
Die Münzzeichen sollten mit einer Lupe betrachtet und mit gesicherten Katalogabbildungen verglichen werden. Veränderungen an dieser kleinen Kennzeichnung können erhebliche Auswirkungen auf den vermeintlichen Sammlerwert haben.
Der Erhaltungsgrad entscheidet über den Sammlerpreis
Die Erhaltung ist neben der Seltenheit einer der wichtigsten Faktoren bei der Bewertung historischer Silbermünzen.
Im deutschen Münzhandel werden unter anderem die Erhaltungsgrade „schön“, „sehr schön“, „vorzüglich“ und „Stempelglanz“ verwendet.
Eine Münze in der Erhaltung „sehr schön“ darf deutliche Umlaufspuren besitzen. Bei „vorzüglich“ sind die Abnutzungen wesentlich geringer, während bei „Stempelglanz“ keine umlaufbedingte Abnutzung vorhanden sein sollte.
Die Grenzen zwischen den Erhaltungsgraden sind nicht immer eindeutig. Kratzer, Randfehler, Reinigungsspuren und Veränderungen der Oberfläche können den Preis zusätzlich beeinflussen.
Besonders problematisch sind nachträglich polierte Münzen. Eine glänzende Oberfläche ist nicht automatisch ein Zeichen hervorragender Erhaltung. Durch Polieren können ursprüngliche Oberflächenstrukturen zerstört und feine Details verändert werden.
Sammler sollten historische Silbermünzen deshalb möglichst nicht selbst reinigen. Eine natürliche Patina ist nicht grundsätzlich ein Mangel und kann bei älteren Münzen durchaus akzeptiert oder sogar geschätzt werden.
Weitere Hinweise zum Umgang mit empfindlichen Münzoberflächen bietet unser Beitrag Fingerabdrücke auf Silbermünzen richtig behandeln.
Fälschungen bei 5 Reichsmark erkennen
Historische Reichsmark-Silbermünzen werden nicht nur gesammelt, sondern auch gefälscht. Besonders gefährdet sind Ausgaben, deren Sammlerwert den reinen Metallwert deutlich übersteigt.
Bei Fälschungen kommen verschiedene Methoden vor. Dazu gehören Nachprägungen aus unedlen Metallen, versilberte Stücke, vollständig aus Silber gefertigte Kopien sowie manipulierte Jahreszahlen oder Münzzeichen.
Die Echtheitsprüfung sollte daher mehrere Merkmale berücksichtigen.
1. Gewicht prüfen: Eine Eichbaum-Münze sollte regulär etwa 25 Gramm wiegen, während die späteren 900er-Silberausgaben rund 13,89 Gramm besitzen. Deutliche Abweichungen können auf eine Fälschung hinweisen. Geringfügige Abweichungen sind bei historischen Münzen im Zusammenhang mit Abnutzung und Fertigungstoleranzen zu beurteilen.
2. Durchmesser vergleichen: Eichbaum-Münzen besitzen einen Durchmesser von ungefähr 36 Millimetern, die späteren 900er-Ausgaben etwa 29 Millimeter. Die Messung sollte mit einer geeigneten Schieblehre erfolgen.
3. Randgestaltung untersuchen: Die Randgestaltung unterscheidet sich je nach Münztyp. Ungewöhnliche Ränder, unsaubere Übergänge oder falsche Randinschriften sind Warnzeichen.
4. Schrift und Relief vergleichen: Originalmünzen besitzen charakteristische Buchstabenformen, Reliefhöhen und Prägedetails. Unscharfe Konturen, ungewöhnliche Oberflächen und abweichende Proportionen können auf eine Nachahmung hindeuten.
5. Münzzeichen kontrollieren: Besonders bei seltenen Kombinationen sollte geprüft werden, ob der Buchstabe ursprünglich geprägt oder nachträglich verändert wurde.
6. Materialprüfung durchführen: Eine zerstörungsfreie Prüfung durch einen erfahrenen Fachbetrieb kann helfen, Legierung und Echtheit zu beurteilen. Bei hochwertigen Stücken kann eine weitergehende numismatische Begutachtung erforderlich sein.
Ein einfacher Magnettest reicht als Echtheitsnachweis nicht aus. Zwar ist Silber nicht ferromagnetisch, doch auch zahlreiche andere Metalle reagieren nicht auf gewöhnliche Magnete.
Warum der Magnettest nur eingeschränkt aussagekräftig ist, erläutert der Beitrag Silbermünzen und Fälschungen erkennen.
Bei seltenen und hochpreisigen Stücken empfiehlt sich die Prüfung durch einen qualifizierten Numismatiker. Insbesondere bei auffällig günstigen Angeboten ohne nachvollziehbare Herkunft ist Vorsicht angebracht.
Worauf Sammler beim Kauf und Verkauf achten sollten
Wer eine 5-Reichsmark-Silbermünze erwerben oder verkaufen möchte, sollte zunächst den exakten Münztyp bestimmen. Eine grobe Beschreibung wie „alte Reichsmark aus Silber“ genügt für eine belastbare Wertermittlung nicht.
Hilfreich ist ein systematisches Vorgehen:
- Beide Münzseiten und den Rand sorgfältig untersuchen.
- Jahrgang, Motiv und Prägestättenbuchstaben notieren.
- Gewicht und Durchmesser mit den Sollwerten vergleichen.
- Den Erhaltungsgrad möglichst objektiv beurteilen.
- Aktuelle Auktionsergebnisse vergleichbarer Exemplare heranziehen.
- Bei seltenen Varianten eine unabhängige Echtheitsprüfung erwägen.
Für die numismatische Bestimmung können anerkannte Münzkataloge und spezialisierte Auktionsarchive hilfreich sein. Der Jaeger-Katalog zählt zu den etablierten Referenzwerken für deutsche Münzen.
Eine Übersicht über historische Münztypen, Gewichte und Motive bietet außerdem die numismatische Datenbank Numista. Ihre Angaben sollten bei besonders seltenen Varianten mit einem anerkannten Fachkatalog abgeglichen werden.
Bei gewöhnlichen Umlaufstücken lohnt es sich, mehrere Ankaufangebote einzuholen. Bei seltenen Gedenkprägungen oder außergewöhnlich gut erhaltenen Exemplaren kann dagegen eine spezialisierte Münzauktion sinnvoll sein.
Eine fachgerechte Lagerung trägt ebenfalls zum Werterhalt bei. Münzen sollten vor Feuchtigkeit, mechanischer Beschädigung und ungeeigneten Verpackungsmaterialien geschützt werden.
Fazit – Silberwert und Sammlerwert unterscheiden
Die historischen 5-Reichsmark-Silbermünzen gehören zu den vielseitigen Sammelgebieten der deutschen Numismatik. Ihre Geschichte reicht von den Jahren der Weimarer Republik bis in die Zeit des Nationalsozialismus und umfasst sowohl häufige Umlaufmünzen als auch gesuchte Gedenkprägungen.
Der reine Silbergehalt vieler bekannter Ausgaben beträgt 12,5 Gramm. Damit lässt sich der rechnerische Metallwert vergleichsweise einfach bestimmen. Der tatsächliche Marktpreis kann jedoch erheblich davon abweichen.
Besonders wichtig sind die Kombination aus Jahrgang und Münzzeichen, die Auflage, die Seltenheit im jeweiligen Erhaltungsgrad und die Echtheit. Während häufige Hindenburg- und Eichbaum-Münzen vielfach mit begrenztem Sammleraufschlag gehandelt werden, können seltene Varianten und hochwertige Gedenkprägungen deutlich höhere Preise erzielen.
Für Besitzer historischer Reichsmark-Münzen gilt deshalb: Vor einem Verkauf sollte jedes Stück einzeln bestimmt werden. Ein vermeintlich gewöhnliches Silberstück kann numismatisch interessant sein – umgekehrt ist nicht jede alte Münze automatisch eine Rarität.
Häufige Fragen zum Wert von 5 Reichsmark Silber
Wie viel ist eine 5-Reichsmark-Silbermünze von 1935 wert?
Der Wert hängt vom Motiv, der Prägestätte und der Erhaltung ab. Häufige Garnisonkirchen- und Hindenburg-Ausgaben von 1935 werden vielfach mit einem begrenzten Aufschlag auf den Silberwert gehandelt. Besonders gut erhaltene Exemplare können höhere Sammlerpreise erzielen.
Wie viel Gramm Silber enthalten 5 Reichsmark?
Die verbreiteten Eichbaum-, Garnisonkirchen- und Hindenburg-Ausgaben enthalten jeweils 12,5 Gramm Feinsilber. Eichbaum-Münzen bestehen aus 500er-Silber und wiegen 25 Gramm, während die späteren 900er-Silbermünzen rund 13,89 Gramm wiegen.
Welche 5-Reichsmark-Silbermünzen sind besonders selten?
Zu den interessanten Ausgaben gehören bestimmte Eichbaum-Jahrgang-Prägestätten-Kombinationen, darunter 1933 J, sowie Gedenkmünzen wie die Schiller-Ausgabe von 1934. Der tatsächliche Sammlerwert hängt zusätzlich stark von der Erhaltung und Echtheit ab.
Kann man mit 5-Reichsmark-Münzen heute noch bezahlen?
Nein. Historische Reichsmark-Münzen sind kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr. Ihr heutiger Wert ergibt sich aus dem enthaltenen Edelmetall und einem möglichen numismatischen Sammleraufschlag.
06.11.2026 - Tobias Dalacker - edelmetalle-aktuell@muenzkauf.de
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Quelle: https://blog.muenzkauf.de/5-Reichsmark-Silber-Wert---Jahrgaenge--Silbergehalt-und-Sammlerpreise-06112026t